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Episode 14 – Rache der Zweite Herren
/in Herren 2Zu Gast in der Halle Nord war diesmal der TV Kapellen 3 mit der Mannschaft hatte man noch eine Rechnung offen nicht nur weil wir dort im Hinspiel verloren haben, nein hauptsächlich weil wir dort um 9:30 Anwurf hatten. Also waren wir alle hochmotiviert dieses Spiel erfolgreich zu gestalten.
WeiterlesenJan Mittelsdorf hört bei der HSG Wesel auf
/in PressePresse, RP 11.02.2022
Der Handball-Verbandsligist muss sich für die kommende Saison einen neuen Trainer suchen. Der Voerder führt private Gründe für seinen Rückzug an. Am Sonntag steigt das Heimspiel gegen die HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen.
VON ARNULF BECKMANN
WESEL | Die HSG Wesel muss sich für die kommende Saison einen neuen Trainer suchen. Im Vorfeld des Meisterschaftsspiels am Sonntag, 17 Uhr, in der Handball-Verbandsliga zu Hause gegen die HSG Vennikel/Rumeln-Kaldenhausen hat Jan Mittelsdorf seinen Rückzug zum Ende der aktuellen Spielzeit angekündigt. Gemeinsam mit seinem Co-Trainer Michael Hillig wird der 42-jährige Coach aus der sportlichen Verantwortung ausscheiden.
Vereinsintern sei das alles bereits kommuniziert, so Mittelsdorf, einen neuen Verein werde er zunächst einmal nicht übernehmen. „Ich habe hier in Wesel vier schöne, aber auch sehr intensive Jahre erlebt”, sagt der Voerder. „Aber aktuell fühle ich mich ein wenig ausgelaugt und möchte gerne mehr freie Zeit genießen.”
Bis dahin allerdings hat der Trainer der HSG Wesel noch Arbeit vor sich. Seine Mannschaft steckt mitten im Abstiegskampf und möchte mit einem Erfolg im Heimspiel am Wochenende gegen die Spielgemeinschaft aus dem Westen Duisburgs das Fenster zum Klassenverbleib wieder weit aufstoßen. Aktuell fehlen drei Zähler auf den hochwahrscheinlich rettenden 13. Platz, und diesen Abstand gilt es zu verkürzen. „Wir werden einmal mehr alles daran setzen, um daheim zu punkten”, sagt der Coach. „Wir können den Abstieg aus eigener Kraft verhindern. Das ist unser Primärziel, und daran wollen wir alle ziehen.”
Gut möglich, dass dabei ein weiterer Umstand aus Weseler Sicht hilfreich sein wird. Der Liga-Rivale SV Neukirchen hat sich für einen Rückzug aus der Verbandsliga zum Saisonende entschieden. Für die HSG hat das zur Konsequenz, dass sie – vorbehaltlich der Absteiger aus der Oberliga – hochwahrscheinlich schon jetzt für ein weiteres Jahr in der Verbandsliga planen kann. Doch ungeachtet dessen gibt Jan Mittelsdorf für den weiteren Saisonverlauf die Parole aus: „Wir wollen die Saison so erfolgreich wie möglich zu Ende spielen und nichts dem Zufall überlassen.”
Gegen die HSG Ve/Ru/Ka, so Mittelsdorf, habe sein Team zudem noch einiges gutzumachen. Das Hinspiel im Oktober verloren die Weseler nach starkem Beginn am Ende mit einer Differenz von zehn Toren, weil zu viele technische Fehler dem Gegner das Leben leicht gemacht hatten. Allerdings zieht der Trainer Zuversicht aus dem letzten Auftritt seiner Mannschaft, als sie am vergangenen Sonntag gegen den Aufstiegsaspiranten TSV Kaldenkirchen nur knapp verlor und dabei vor allem in der Defensive überzeugte. „Wenn wir wieder so auftreten, geduldig spielen, technische Fehler minimieren und unsere Chancen konsequent nutzen, haben wir eine große Chance, das Spiel zu gewinnen”, sagt er.
Leidenschaft ist demnach gefragt, um den torgefährlichen Rückraum unter Kontrolle zu bringen und einen kompakten Kreisläufer zu stoppen. Verzichten muss Jan Mittelsdorf dabei weiterhin auf Michael Steffens (Adduktorenprobleme) und Philipp Müngersdorf (beruflich verhindert). Hinter dem Einsatz von Patrick Hermann steht aufgrund einer Fußverletzung noch ein kleines Fragezeichen. Abzuwarten bleibt aktuell zudem, ob der Gegner am Sonntag überhaupt antreten wird, da einige Corona-Fälle die Vermutung nahe legen, dass die Verantwortlichen der HSG Ve/Ru/Ka um eine Spielverlegung bitten werden. Eine Entscheidung darüber ist allerdings noch nicht gefallen.
HSG-Konkurrent SV Neukirchen gibt auf
/in PressePresse, RP 10.02.2022
Der Handball-Verbandsligist zieht seine erste Mannschaft zum Saisonende zurück und strebt einen Neustart an. Bei der im Abstiegskampf steckenden HSG Wesel nimmt man die Nachricht zwar überrascht, aber keineswegs euphorisch auf.
VON MICHAEL BLUHM UND ANDREAS NOHLEN
NIEDERRHEIN | Die Handball-Verbandsliga, sportliche Heimat der HSG Wesel, hat ihren zweiten Absteiger vorzeitig gefunden. Nach dem Hülser SV, der zum Saisonstart gar nicht erst angetreten war, hat nun der SV Neukirchen angekündigt, sich nach dieser Saison aus der Verbandsliga zurückzuziehen und in der Landesliga einen Neustart anzugehen. SVN-Abteilungsleiter Gregor Baar: „Der Handball-Verband-Niederrhein ist bereits informiert, wir werden alle Vorgaben fristgerecht und formell einhalten.“
„Das ist überraschend, ändert aber nichts an unseren Zielen“, sagt Christian Weber, Teammanager der immer noch mit 4:26 Punkten am Tabellenende rangierenden HSG Wesel. „Wir sind nicht blauäugig und müssen ohnehin zweigleisig planen. Denn auch jetzt noch könnte es durch die Konstellationen in den oberen Ligen bei uns zu einem vermehrten Abstieg in die Landesliga kommen.“ Weber weiter: „Ich bin aber auch der Meinung, dass wir ohne Schützenhilfe noch ein, zwei Mannschaften hinter uns lassen können. Die Jungs machen das im Rahmen ihrer Möglichkeiten schon erstaunlich gut.“
Der SV Neukirchen ist zu diesem krassen Schritt ein Stück weit gezwungen worden. Die Bedingungen in der neuen Sporthalle an der Gerhard-Tersteegen-Schule stimmen einfach nicht. Zu den vergangenen beiden Heimspielen kamen nur 18 und 29 zahlende Zuschauer. So fehlen wichtige Eintrittsgelder sowie Einnahmen aus Catering. Zudem ist die Halle ein emotionales Desaster. Keine Tribüne, nur Stehplätze hinter einer Plexiglasscheibe – wie soll da Stimmung aufkommen? Mal abgesehen davon, wie sich Sponsoren präsentieren könnten.
„Uns allen tut dieser Schritt unglaublich weh“, sagt Gregor Baar. „Wir überlegen schon seit vergangenem Dezember, haben alle Szenarien oft und immer wieder durchgekaut. Es ist besser jetzt und mit Anstand diesen schmerzlichen Schritt zu tätigen, als später und wenn es zu spät ist. Wir sind zwar aktuell wirtschaftlich noch gut aufgestellt, aber auf Dauer können wir ohne Einnahmen nicht überleben.“
Der SV Neukirchen, derzeit mit 11:17 Punkten auf Rang zehn, hat noch versucht, eine schlagkräftige Mannschaft für die Verbandsliga auf die Beine zu stellen. Doch alle Gespräche sind im Sande verlaufen. Potenzielle Neuzugänge haben aufgrund der stimmungstötenden Halle und auch wegen des Harzverbotes abgewunken. „Wir sind an unsere Grenzen gestoßen“, so Baar.
So wird sich der SVN komplett neu aufstellen. Regelmäßige finanzielle Zuwendungen sollen nicht mehr in die Mannschaft fließen. Das neue Konzept sieht vor, den Großteil der zweiten Mannschaft aus der Bezirksliga in die Landesliga hochzuziehen und den Kader mit verbliebenen Spielern aus der jetzigen „Ersten“ zu ergänzen. „Ich denke, in der Verbandsliga wären wir wöchentlich verhauen worden und die Lust wäre bei allen Spielern ganz schnell verflogen gewesen“, so Baar, „die Landesliga ist eine gute Plattform, um sich zu stabilisieren.“
Hermann Casper, Trainer des SV Neukirchen II, wird künftig bei der neuformierten Mannschaft das sportliche Sagen haben. „Als die Mannschaft über den Rückzug informiert wurde, waren wir alle zunächst einmal geschockt“, sagt SVN-Trainer Chris Oploh. „Die Situation ist nun richtig schwierig. Aber es ist auch ein Charaktertest. Wir sind allerdings Sportsleute und werden kein Spiel abschenken. Und trotz der traurigen Entscheidung: Mein persönliches Ziel ist es dennoch, den sportlichen Klassenerhalt zu schaffen und erhobenen Hauptes abzutreten.“