HSG Wesel erwartet Schlusslicht Hiesfeld

WAZ Mediengruppe

NRZ, 17.12.2015

Von einer „Pflichtaufgabe“ zu sprechen, hält Sven Esser schlichtweg für vermessen. „Wir sind sicherlich der Favorit, aber deshalb dürfen und werden wir den Gegner nicht unterschätzen“, sagt der Trainer des Handball-Verbandsligisten HSG Wesel (10. Platz/8:12 Punkte) vor dessen Heimspiel am Sonntag (17 Uhr/Halle Nord) gegen das Schlusslicht TV Jahn Hiesfeld II (3:17).

„Spätestens nach dem Hiesfelder Sieg in Oppum sollte jeder verstanden haben, dass es in dieser Liga keine Freifahrtsscheine gibt und wirklich jeder jeden schlagen kann“, erinnert Sven Esser an den 34:32-Coup der Hiesfelder vor vier Wochen beim derzeitigen Tabellenzweiten TV Oppum. Ihren dritten Zähler entführten die „Veilchen“ mit der Turnerschaft Lürrip (24:24) dort, wo die HSG Wesel gerade mit 28:30 unterlegen war.
„Beide Mannschaften stehen am Sonntag unter Druck. Hiesfeld würde mit einem Sieg wieder richtig aufschließen, wir uns mit einem Sieg deutlich vom Abstiegsplatz entfernen“, so Sven Esser. „Hinzu kommt, dass es neben Dinslaken für uns quasi das einzige Spiel mit Derby-Charakter ist. Für einige unserer, aber auch deren Spieler ist das sicherlich etwas Besonderes.“

Bei der HSG haben Björn Fehlemann und Daniel Weber eine etwas weiter zurückliegende Hiesfelder Vergangenheit, Niklas Borowski kommt aus der Jugend der „Veilchen“. Erst im Sommer aus dem aufgelösten Oberliga-Kader des TV Jahn nach Wesel gewechselt waren die Brüder Adrian und Cedric Schnier, die sich als die erhoffte Verstärkung entpuppt haben.

Der Gast wird als Reserve geführt, ist aber nach dem Rückzug des Oberliga-Teams die oberste Herrenmannschaft des TV Jahn Hiesfeld. Im wesentlichen ist es die Formation, die in der vergangenen Saison recht souverän Landesliga-Meister wurde und nun die schwere Aufgabe hat, dem Verein die Verbandsliga zu erhalten. „In der Landesliga vor zwei Jahren haben wir beide Spiele gegen Hiesfeld gewonnen, aber das heißt jetzt nicht mehr viel“, sagt Esser, der den Gegner zuletzt bei seinem „echtem“ Derby, dem 28:40 gegen den Spitzenreiter aus Dinslaken, beobachtet hat. „Da hatten sie sicherlich nicht ihren besten Tag, aber viel besser haben wir dort auch nicht ausgesehen“, so Esser. „Wenn wir es schaffen, dass wir unsere Phasen, in denen quasi gar nichts geht, zu minimieren oder mal ganz zu vermeiden, bin ich für Sonntag gerade zu Hause optimistisch.“

Christoph Heffels fehlt wegen seiner Handverletzung. Christopher Timmermann mischt als stolzer Papa des kleinen Emil wieder mit.

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