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Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in das neue Jahr wünscht euch die HSG Wesel.

23 Dezember, 2020/in Aktuelles, Allgemein

Liebe HSGler,

im Namen des gesamten Vorstands wünschen wir euch und euren Familien ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das Jahr 2021. Wir blicken auf ein Jahr zurück, das sich sicherlich niemand vorher in dieser Form vorstellen konnte.

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https://hsg.handballinwesel.de/wp-content/uploads/2020/12/hsg_wesel_2020_xmas-scaled.jpg 1792 2560 photominister https://hsg.handballinwesel.de/wp-content/uploads/2020/08/hsg_2021_hp_logo.png photominister2020-12-23 11:59:152020-12-23 12:17:22Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in das neue Jahr wünscht euch die HSG Wesel.

Januar-Start „vollkommen utopisch“

11 Dezember, 2020/in Aktuelles, Presse

Presse, RP 11.12.2020

Niederrhein Der Handball-Verband Niederrhein stellt zwei Varianten für die Fortführung der Saison vor. Aber einen Trainingsstart in einem Monat kann sich kein Coach vorstellen. Das zweite Szenario geht von ersten Einheiten im Februar aus.

Der Handballverband Niederrhein (HVN) plant den Neustart nach dem Corona-Lockdown. Soweit es möglich ist. Zwei Varianten haben sich herauskristallisiert – beide beruhen auf der Hoffnung, dass noch im Laufe des Winters wieder trainiert und gespielt werden kann. „Die Spiele, die bisher ausgetragen wurden, werden gewertet, die Partien, die während des Lockdowns stattgefunden hätten, fallen aus und nur die Spiele, die vor dem 11. Oktober nicht gespielt werden konnten, werden nachgeholt. Dann soll es mit dem normalen Spielplan weitergehen“, sagt HVN-Präsident Ernst Wittgens. Diese Regelungen würden zunächst nur für die Senioren gelten.

Und dafür gibt es zwei konkrete Modelle, bei denen am Ende jeweils mindestens 50 Prozent der Partien gespielt sein müssen, damit die Saison gewertet werden kann. Variante eins sieht vor, dass es Anfang Februar wieder los geht. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Vereine ab dem 11. Januar wieder trainieren dürfen. Darauf haben sich Präsidium und Technische Kommission des HVN in einer Videokonferenz geeinigt. Sollte das Training zu diesem Zeitpunkt möglich sein, würde die Saison mit den für den 6./7. Februar 2021 angesetzten Spielen fortgesetzt werden.

Diese Gegner warten im Fall von Szenario zwei

Verbandsliga Bei der Variante zwei, die eine Fortsetzung der Spielzeit am Wochenende 13./14. März 2021 vorsieht, würden die Verbandsliga-Handballer der HSG Wesel mit einem Heimspiel gegen den TV Aldekerk II wieder in die Saison einsteigen. Für die meisten Verbandsliga-Konkurrenten stünden noch sieben Partien an, die HSG müsste sogar noch neun Spiele absolvieren – denn die Begegnungen in Lank und in eigener Halle gegen Kaldenkirchen müssten noch nachgeholt werden.

Bezirksliga In der Bezirksliga hätte der aktuelle Tabellenführer SV Schermbeck direkt das Spitzenspiel gegen die Zweitvertretung des TV Kapellen vor der Brust, während BW Dingden zum Moerser SC reisen müsste. Für die Dingdener Bezirksliga-Damen ginge es derweil zum Nachbarschaftsduell beim TV Voerde, der SV Schermbeck hätte MTV Rheinwacht Dinslaken II zu Gast in eigener Halle. Voraussetzung für dieses Szenarios ist allerdings, dass spätestens ab dem 15. Februar 2021 wieder ein umfangreicher und gesicherter Trainingsbetrieb möglich ist.

In Gruppen mit 14 Mannschaften sollen somit 17 Spieltage, in Staffeln mit 16 Teams 19 Spieltage stattfinden. Über den Auf-und Abstieg will der Verband dann mittels der Quotientenregelung entscheiden

Variante zwei soll dagegen in Kraft treten, wenn ein regulärer Trainingsbetrieb erst ab dem 15. Februar wieder möglich ist. Dann soll der Spielbetrieb am Wochenende 13./14. März wieder starten. Die Saison würde quasi an dem Punkt fortgesetzt, an dem sie im Oktober unterbrochen wurde. Nur, dass der Rückrundenspielplan greift. Jedes Team hätte am Ende der Saison einmal gegen jeden Kontrahenten gespielt. Anhand dieser Abschlusstabelle würden die Auf- und Absteiger ermittelt.

„Es würden einfach die Spiele in der Mitte wegfallen. Wir wollen an unserem Spielplan festhalten, damit Hallenzeiten nicht neu beantragt werden müssen“, sagt Wittgens. Dass bei Variante eins manche Teams gegen einige Mannschaften dann zwei Spiele bestritten hätten, und somit eine Ungleichheit der Gegnerstärke vorliegen könnte, „ist das Risiko, das wir in Kauf nehmen“, so Wittgens.

Überhaupt sei Variante eins die optimistisch geplante Lösung, die zweite Möglichkeit die realistischere. „Wir müssen die Entwicklung abwarten, wollen den Vereinen aber eine Möglichkeit schaffen, sobald es geht, wieder in den Spielbetrieb einzusteigen“, betont der Verbandspräsident. Damit, was passiert, falls auch Mitte Februar noch nicht ins Training eingestiegen werden kann, werde man sich beim HVN dann zu gegebener Zeit befassen. Eine vollständige Annullierung der Saison ist nicht ausgeschlossen. „Bisher sieht der Spielplan vor, dass die Saison im Mai endet. Wir werden alles dafür tun, dass die Saison gewertet werden kann. Sonst wird es kompliziert.“

Jan Mittelsdorf hat sich die auf der Homepage des HVN veröffentlichten Szenarien angesehen. „Ich habe eigentlich die Variante drei vermisst“, sagt der Trainer des Verbandsligisten HSG Wesel. Die müsste nach Meinung des 41-Jährigen so aussehen, dass der Verband eine Trainingsaufnahme bis zum 15. Februar als unrealistisch ansieht. „Dann kann es nur zu einem Abbruch der Saison ohne Wertung kommen“, so der Coach. Als „vollkommen utopisch“ bezeichnet Mittelsdorf die Annahme, mit den Übungseinheiten bereits am 11. Januar wieder beginnen zu können. Den Februar hält er da schon für etwas realistischer. Allerdings sieht er auch da etliche Probleme auf die Teams zukommen. „Ich wage zu bezweifeln, dass dann wirklich alle zum Training und zu den Spielen kommen“, sagt Mittelsdorf. Und dafür bringt er auch Verständnis auf: Denn wer in einem sensiblen Bereich arbeitet oder Menschen aus einer Risikogruppe im Umfeld hat, der wird sich kaum für den Sport einem Infektionsrisiko aussetzen.

Auf jeden Fall sollte der HVN „sensibel mit dem Thema umgehen und in keinster Weise den Spielbetrieb auf Biegen und Brechen wieder aufnehmen“. Letztlich sei es das Wichtigste, dass „wir alle mit einem blauen Auge davonkommen“. Dass die Verantwortlichen im Verband es nicht jedem recht machen können, ist Mittelsdorf auch klar.

Für den Geschäftsführer der HSG Wesel gehen beide Varianten an der aktuellen Entwicklung vorbei. „Bei den Infektionszahlen laufen wir doch gerade entgegengesetzt zu irgendwelchen Lockerungen. Aktuell halte ich deshalb einen Abbruch für sehr realistisch“, meint Michael Hillig. Und dann sollte die Spielzeit annulliert und im September 2021 wieder neu begonnen werden. „Schließlich kann man ja nicht werten, wenn Teams teilweise bisher erst vier Spiele absolviert haben.“ Genau auf diese Zahl kommt übrigens die HSG Wesel.

Einer Fortsetzung der Spielzeit steht auch Lars Cox sehr kritisch entgegen. „Ich würde mich freuen, glaube aber nicht, dass die Saison wie auch immer fortgeführt werden kann“, sagt der Trainer des Bezirksliga-Spitzenreiters SV Schermbeck. Dass er seine Schützlinge im Januar wiedersieht, ist für den Coach unvorstellbar.

„Die sollen die Saison einfach abbrechen“, sagt Tobias Weidemann in aller Deutlichkeit. Der Trainer der Bezirksliga-Frauen von BW Dingden nennt die Variante eins „utopisch. Die realistische Abbruch-Variante, die wollen sie wohl nicht wahr haben.“ Andreas Maile sagt derweil: „Wir wollen spielen. Wie genau die Modalitäten sind, ist für mich zweitrangig“, so der Coach der Bezirksliga-Handballerinnen des SV Schermbeck. Allerdings hält auch er eine Wiederaufnahme des Trainings schon im Januar für unrealistisch.

https://hsg.handballinwesel.de/wp-content/uploads/2020/05/homepage_returntoplay.jpg 1080 1920 photominister https://hsg.handballinwesel.de/wp-content/uploads/2020/08/hsg_2021_hp_logo.png photominister2020-12-11 14:31:382020-12-11 14:31:38Januar-Start „vollkommen utopisch“

Ibou Cissé: Der Mann mit den tausend Talenten

25 November, 2020/in Presse

Presse, NRZ 25.11.2020

Ibou Cissé zählte bei der HSG Wesel viele Jahre zu den auffälligsten Spielern. Verhinderte eine Klassenfahrt seine große Handball-Karriere?

Blickt man auf die sportliche Laufbahn von Ibou Cissé zurück, hat man das Gefühl, es gibt nichts, was der Mann nicht kann. Jahrelang zählte er bei den Handballern der HSG Wesel zu den absoluten Leistungsträgern, spielte 2006/07 ein Jahr für die Sportfreunde Hamborn 07 und kehrte schließlich zu seinem Heimatverein zurück. Auch im Football und Basketball zeigte Cissé sein Talent und kann dort ebenfalls auf überregionale Erfolge zurückblicken.

Heute hat Cissé, der seine Brötchen als Notfallsanitäter und Hauptbrandmeister bei der Feuerwehr in Dinslaken verdient, aber immer noch viel Kontakt nach Wesel. Neben seinen Eltern wohnen auch noch viele Freunde und Bekannte dort. Er selber aber nicht. Samt Frau, Kindern und Hund wohnt er mittlerweile in Moers und hilft bei den kleinsten Handballern der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen im Trainingsbetrieb aus.

Michael Hillig: „Der hatte wirklich alles“

Gedanken zurück an Cissés aktive Zeit sorgen auch bei ehemaligen Weggefährten für ein Funkeln in den Augen. Michael Hillig, damals Cissés Mitspieler und späterer Co-Trainer, ist heute Geschäftsführer bei der HSG und erinnert sich noch sehr gut an Ibou: „Er war ein genialer Handballer. Ich lobe ungern Leute über den Klee, aber der hatte wirklich alles. Sprungkraft, Schnelligkeit und einen guten Wurf.“

Begeistert berichtet Hillig über den ehemaligen Rückraumspieler, der vorrangig im linken Rückraum spielte. Eine bestimmte Spielszene hat Hillig noch bis heute genau vor Augen: „Im Spiel gegen Friedrichsfeld hat er im Sprung eine 360-Grad-Drehung gemacht und dem Torhüter den Ball noch frech über den Kopf gelegt. Das war Ibou.“WEITERE THEMEN

An die glorreichen Zeiten erinnert sich auch Cissé gerne zurück. Handball alleine hat ihm aber meist nicht gereicht. Der mittlerweile 41-Jährige war und ist Athlet durch und durch. Ein Allrounder, der mit seinen körperlichen Voraussetzungen in vielen Sportarten erfolgreich sein kann. So spielte er neben dem Handball auch noch Basketball. Kurzzeitig beim Weseler TV, die meiste Zeit über aber Streetball. Ein Trendsport, der besonders in den 90er Jahren einen großen Boom in Europa erlebte.

Die „Was wäre wenn“-Frage

Akrobatik, Schnelligkeit, technisch saubere Bewegungen und unvorhersehbare Tricks. So oder so ähnlich lässt sich Streetball beschreiben. Weniger taktisch, dafür umso spektakulärer als das normale Spiel. Zudem wird Streetball meist mit nur drei Spielern gespielt.

Cissé war im Streetball durchaus erfolgreich. In seinem Haus hat er bis heute einige der Medaillen von verschiedensten Turnieren gesammelt. Besonders ist ihm der zweite Platz bei der Adidas Streetball Challenge rund um die Dortmunder Westfalenhallen in Erinnerung geblieben. „Wir hießen“, erinnert sich Cissé, „Who ´s Next und unsere Gegner waren die Bad Boys im Finale. Die Atmosphäre war schon einmalig bei dem Event.“

Aber auch im American Football versuchte er sich erfolgreich. In der Niederrheinliga ging Cissé als Wide Receiver für die Niederrhein Grizzlies an den Start. Damals war der Klub noch in Rheurdt zuhause, mittlerweile haben die Grizzlies in Neukirchen-Vluyn ihre neue Heimat gefunden.

Aber was war eigentlich der Reiz, so viele verschiedene Sportarten auszuüben? „Es waren die unterschiedlichen Komponenten. Handball war mir aufgrund der guten Gemeinschaft, dem strukturierten Verein am liebsten. Es vereinte zudem auch Sachen wie Ästhetik und Athletik. Ästhetisch war auch Streetball, das hat immer Spaß gemacht. Und beim Football war es die reine Power. Als ich bei den ersten Tackles gemerkt habe, dass man durch die Schutzkleidung eigentlich nichts spürt, konnte es dann richtig losgehen“, erinnert sich Cissé mit viel Freude an vergangene Tage.

Klassenfahrt statt Auswahlturnier

Im Handball galt er Jahrelang als großes Talent. Nach der Kreisauswahl kam die Niederrheinauswahl und später hatte er sogar die Chance zu einem Turnier mit der Westdeutschen Auswahl zu fahren. Cissé entschied sich, damals völlig selbstverständlich, für die Klassenfahrt mit der Schule und den Freunden. Heute würde er da wahrscheinlich anders entscheiden: „Ich habe mir mittlerweile schon die Frage gestellt, was wäre wenn? Wer weiß, wo es hingeführt hätte.“

Im späteren Verlauf bei der HSG Wesel musste er seine Schuhe nach einer Verletzung dann gezwungenermaßen an den Nagel hängen. „Ich habe immer gesagt“, so Cissé, „wenn ich operiert werden muss, dann höre ich auf und so kam es dann.“ Nachdem der Feuerwehrmann eine Arthroskopie im Knie über sich ergehen lassen musste beendete er 2010 seine Laufbahn als Handballer.

Heute ist er immer noch sportlich aktiv. Läufe über zehn bis 15 Kilometer oder verschiedene Übungen aus dem CrossFit gehören zu seinem Alltag. Auch aus beruflichem Interesse hält Cissé sich fit. Und wer weiß, vielleicht muss er bald schon Platz in seiner Vitrine machen, wenn die ersten Trophäen vom Nachwuchs kommen.

https://hsg.handballinwesel.de/wp-content/uploads/2020/08/hsg_2021_hp_logo.png 0 0 photominister https://hsg.handballinwesel.de/wp-content/uploads/2020/08/hsg_2021_hp_logo.png photominister2020-11-25 16:19:212025-02-17 12:53:35Ibou Cissé: Der Mann mit den tausend Talenten
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