SG Überruhr II – HSG 26:34 (10:23)

Die HSG hat den Platz an der Spitze der Landesliga III zurück erobert. Während man in Überruhr eine gute und eine unterirdische Halbzeit zeigte und dennoch zwei Punkte einfuhr, verlor der große Kontrahent TSV Bocholt in Borken mit 27:28 (12:16). Somit wechselt die Tabellenführung, nachdem die HSG das direkte Duell gegen den TSV zuletzt verloren hatte und den Platz an der Sonne zwischenzeitlich räumen musste.

Gegen die SG Überruhr II starteten die Hansestädter furios und sorgten durch die erste Welle früh für klare Verhältnisse. Den Tabellenelften setzte man durch aggressive Deckungsarbeit unter Druck und schloss vorne sicher und meist mit gutem Blick für den Nebenmann ab. So war das Spiel bereits zur Pause entschieden (23:10). Was dann in der Halbzeit mit den Spielern der HSG geschah, bleibt nur zu vermuten. Sicher ist, dass eine völlig andere Mannschaft in Durchgang zwei das Parkett betrat. Trotz gegenteiliger Bekundungen in der Kabine, zeigten jene Klone eine absolut unterirdische Leistung ohne Biss, Leidenschaft und Ballsicherheit. Fehlpass reihte sich an Fehlwurf und Unzulänglichkeit an Kopflosigkeit, was dem Gegner die Gestaltung eines humanen Ergebnisses ermöglichte. So ging Durchgang zwei mit 16:11 an den Außenseiter. Dem TV Borken ist es zu verdanken, dass die HSG im Aufstiegsrennen nun wieder alle Trümpfe selbst in der Hand hat. Gegen den bisherigen Ligaprimus aus Bocholt ging der Turnvererin zunächst souverän voran (16:12) und setzte sich in Durchgang zwei sogar bis auf 22:14 ab. Dieser Vorsprung wurde in der Folge jedoch sensationell verspielt, was dem Gegner eine Minute vor Schluss den Ausgleich zum 27:27 ermöglichte. Doch es gelang noch der, von zwei Mannschaften, umjubelte Siegtreffer.

Für die HSG geht es also als Tabellenführer in die Endphase der Saison. In den noch ausstehenden sechs Spielen dürfen sich die Rot-Weißen weiterhin keinen Ausrutscher leisten, was bei den drei knallharten Auswärtsspielen in Biefang, Oberhausen und Bottrop keineswegs als Selbstläufer interpretiert werden darf. Eine „Ruhepause“ aus dem spannenden Ligageschäft wird der HSG am Freitag gewährt. Zum Kreispokalhalbfinale wird der Oberligist TV Jahn Hiesfeld in der Halle Nord II erwartet. Anpfiff ist um 20:00 Uhr. Hier geht es in erster Linie darum, sich positiv zu präsentieren und Spielpraxis für den Aufstiegskampf zu sammeln.

HSG: Busjan, R. Kalus; Heffels, Timmermann (2), Kreilkamp (2), J. Gorris (1), Fehlemann (5), Reinartz (3), Weber (2), M. Kalus (2), Erdmann (3), Nölscher (4), F. Gorris (10)