31:22! HSG Wesel verteidigt souverän die Spitze
NRZ, 04.05.2014
Wesel. Die HSG Wesel hat die vermeintlich höchste Hürde auf dem Weg zum Aufstieg genommen und die Tabellenspitze in der Handball-Landesliga verteidigt. Die Hansestädter siegten bei der HSG Rot-Weiß Oberhausen II deutlich mit 31:22 (16:11) und besitzen zwei Spieltage vor dem Saisonende weiterhin einen Punkt Vorsprung vor dem TSV Bocholt. „Wir sind unserem großen Ziel wieder ein Stück näher gekommen, werden jetzt aber nicht aufhören“, kündigte HSG-Trainer Sven Esser an.
Vor den Augen der Bocholter, die am Abend zuvor beim SV Schermbeck ihre Pflicht erfüllt hatten, bewältigte der Primus gleich mehrere Prüfungen. „Wir haben dem Druck, gewinnen zu müssen, gut standgehalten“, stellte Esser zufrieden fest. Und dies gelang den Weselern gegen jene Mannschaft, die mit ihrem Sieg die winterliche Schwächephase der HSG eingeleitet hatte. Den Oberhausenern fehlten im Rückspiel allerdings einige Akteure, die vorher im Verbandsliga-Team eingesetzt worden waren.
Die Gäste fanden dank einer stabilen Abwehr gut in die Partie und setzten sich früh mit 6:2 ab. „Wenn wir unsere Chancen konsequenter genutzt hätten, wäre vielleicht schon zur Halbzeit ein Haken dran gewesen“, meinte Esser. So schlichen sich jedoch Flüchtigkeitsfehler – insgesamt vergab die HSG vier Siebenmeter – in den Vortrag der Weseler, die trotzdem komfortabel führten.
Nach dem Seitenwechsel erkannte Esser einen „Bruch“ im Spiel seiner Mannschaft: „Die nötige Körpersprache fehlte und plötzlich wurde es etwas hibbelig.“ Die Hausherren kamen bis auf 19:21 heran (40.), doch dann reagierten die Weseler mit Klasse: Eine Überzahl nutzten sie zu drei Toren und zogen schließlich bis auf 28:19 davon.
INFO
So haben sie gespielt
HSG: R. Kalus, Busjan; Heffels (1), Timmermann (2), Kreilkamp (2), J. Gorris, Fehlemann (5), Reinartz (3), F. Gorris (10), Weber (4/1), M. Kalus, Nölscher (4), Erdmann.
„Wir haben uns aus dieser Phase auch befreit, weil wir Qualität von der Bank einwechseln konnten. Das ist ein großer Vorteil in dieser Saison“, sagte der HSG-Coach, der auf Handball-Ästhetik im Finale dieser Spielzeit keinen gesteigerten Wert mehr legt. „Es muss nicht schön aussehen, wir müssen nur noch siegen.“ In dieser Hinsicht gefiel ihm, was er sah: „Wir haben ein schweres Auswärtsspiel recht souverän gewonnen.“
Am nächsten Samstag könnten die Weseler in der Halle Nord mit einem Sieg gegen den noch nicht gesicherten Alstadener TuS vorlegen. „Bocholt wäre dann unter enormem Druck“, meinte Esser, der die Sinne seiner Mannen schärfen will: „Wir werden niemanden unterschätzen, sondern alles in die Waagschale werfen.“
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