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Presse, NRZ 19.01.2020

Nach Christoph Enders muss Handball-Regionalligist MTV auch den Regisseur ersetzen. Mit einem Spieler plant Dinslaken zudem nicht mehr.

Nach Christoph Enders, den es zum Ligakonkurrenten OSC Rheinhausen zieht, wird auch Fabian Gorris den Handball-Regionalligisten MTV Rheinwacht Dinslaken wieder verlassen. Der Rückraumspieler kehrt zurück zu seinem Heimatverein HSG Wesel, von dem er 2018 in die Douvermannhalle gewechselt war. Gleich in seinem ersten Jahr in der vierten Liga hatte Gorris als torgefährlicher Regisseur großen Anteil am Dinslakener Titelgewinn, doch dann warf ihn eine langwierige Fußverletzung immer wieder aus der Bahn, die höhere Belastung forderte ihren Tribut. Der Schritt zurück in die Verbandsliga erfolgt damit auch aus gesundheitlichen Gründen.

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Presse, NRZ 13.01.2020

Die große Vorfreude auf die Handball-Weltmeisterschaft in Ägypten hat sich beim Trainer der HSG Wesel aber noch nicht eingestellt.

Wegen der Corona-Pandemie am besten komplett absagen? Mit oder ohne Publikum in den Hallen? Dazu frühzeitige Absagen von deutschen Nationalspielern und am Ende noch das corona-bedingte Aus für zwei ganze Nationalteams, die USA und Tschechien. Die heute beginnende Handball-Weltmeisterschaft der Männer in Ägypten hat schon in den letzten Wochen für reichlich Diskussionsstoff gesorgt. Getrübt ist die Freude auf das Turnier auch bei Jan Mittelsdorf, dem Trainer des Verbandsligisten HSG Wesel.

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NRZ

Presse, NRZ 25.11.2020

Ibou Cissé zählte bei der HSG Wesel viele Jahre zu den auffälligsten Spielern. Verhinderte eine Klassenfahrt seine große Handball-Karriere?

Blickt man auf die sportliche Laufbahn von Ibou Cissé zurück, hat man das Gefühl, es gibt nichts, was der Mann nicht kann. Jahrelang zählte er bei den Handballern der HSG Wesel zu den absoluten Leistungsträgern, spielte 2006/07 ein Jahr für die Sportfreunde Hamborn 07 und kehrte schließlich zu seinem Heimatverein zurück. Auch im Football und Basketball zeigte Cissé sein Talent und kann dort ebenfalls auf überregionale Erfolge zurückblicken.

Heute hat Cissé, der seine Brötchen als Notfallsanitäter und Hauptbrandmeister bei der Feuerwehr in Dinslaken verdient, aber immer noch viel Kontakt nach Wesel. Neben seinen Eltern wohnen auch noch viele Freunde und Bekannte dort. Er selber aber nicht. Samt Frau, Kindern und Hund wohnt er mittlerweile in Moers und hilft bei den kleinsten Handballern der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen im Trainingsbetrieb aus.

Michael Hillig: „Der hatte wirklich alles“

Gedanken zurück an Cissés aktive Zeit sorgen auch bei ehemaligen Weggefährten für ein Funkeln in den Augen. Michael Hillig, damals Cissés Mitspieler und späterer Co-Trainer, ist heute Geschäftsführer bei der HSG und erinnert sich noch sehr gut an Ibou: „Er war ein genialer Handballer. Ich lobe ungern Leute über den Klee, aber der hatte wirklich alles. Sprungkraft, Schnelligkeit und einen guten Wurf.“

Begeistert berichtet Hillig über den ehemaligen Rückraumspieler, der vorrangig im linken Rückraum spielte. Eine bestimmte Spielszene hat Hillig noch bis heute genau vor Augen: „Im Spiel gegen Friedrichsfeld hat er im Sprung eine 360-Grad-Drehung gemacht und dem Torhüter den Ball noch frech über den Kopf gelegt. Das war Ibou.“WEITERE THEMEN

An die glorreichen Zeiten erinnert sich auch Cissé gerne zurück. Handball alleine hat ihm aber meist nicht gereicht. Der mittlerweile 41-Jährige war und ist Athlet durch und durch. Ein Allrounder, der mit seinen körperlichen Voraussetzungen in vielen Sportarten erfolgreich sein kann. So spielte er neben dem Handball auch noch Basketball. Kurzzeitig beim Weseler TV, die meiste Zeit über aber Streetball. Ein Trendsport, der besonders in den 90er Jahren einen großen Boom in Europa erlebte.

Die „Was wäre wenn“-Frage

Akrobatik, Schnelligkeit, technisch saubere Bewegungen und unvorhersehbare Tricks. So oder so ähnlich lässt sich Streetball beschreiben. Weniger taktisch, dafür umso spektakulärer als das normale Spiel. Zudem wird Streetball meist mit nur drei Spielern gespielt.

Cissé war im Streetball durchaus erfolgreich. In seinem Haus hat er bis heute einige der Medaillen von verschiedensten Turnieren gesammelt. Besonders ist ihm der zweite Platz bei der Adidas Streetball Challenge rund um die Dortmunder Westfalenhallen in Erinnerung geblieben. „Wir hießen“, erinnert sich Cissé, „Who ´s Next und unsere Gegner waren die Bad Boys im Finale. Die Atmosphäre war schon einmalig bei dem Event.“

Aber auch im American Football versuchte er sich erfolgreich. In der Niederrheinliga ging Cissé als Wide Receiver für die Niederrhein Grizzlies an den Start. Damals war der Klub noch in Rheurdt zuhause, mittlerweile haben die Grizzlies in Neukirchen-Vluyn ihre neue Heimat gefunden.

Aber was war eigentlich der Reiz, so viele verschiedene Sportarten auszuüben? „Es waren die unterschiedlichen Komponenten. Handball war mir aufgrund der guten Gemeinschaft, dem strukturierten Verein am liebsten. Es vereinte zudem auch Sachen wie Ästhetik und Athletik. Ästhetisch war auch Streetball, das hat immer Spaß gemacht. Und beim Football war es die reine Power. Als ich bei den ersten Tackles gemerkt habe, dass man durch die Schutzkleidung eigentlich nichts spürt, konnte es dann richtig losgehen“, erinnert sich Cissé mit viel Freude an vergangene Tage.

Klassenfahrt statt Auswahlturnier

Im Handball galt er Jahrelang als großes Talent. Nach der Kreisauswahl kam die Niederrheinauswahl und später hatte er sogar die Chance zu einem Turnier mit der Westdeutschen Auswahl zu fahren. Cissé entschied sich, damals völlig selbstverständlich, für die Klassenfahrt mit der Schule und den Freunden. Heute würde er da wahrscheinlich anders entscheiden: „Ich habe mir mittlerweile schon die Frage gestellt, was wäre wenn? Wer weiß, wo es hingeführt hätte.“

Im späteren Verlauf bei der HSG Wesel musste er seine Schuhe nach einer Verletzung dann gezwungenermaßen an den Nagel hängen. „Ich habe immer gesagt“, so Cissé, „wenn ich operiert werden muss, dann höre ich auf und so kam es dann.“ Nachdem der Feuerwehrmann eine Arthroskopie im Knie über sich ergehen lassen musste beendete er 2010 seine Laufbahn als Handballer.

Heute ist er immer noch sportlich aktiv. Läufe über zehn bis 15 Kilometer oder verschiedene Übungen aus dem CrossFit gehören zu seinem Alltag. Auch aus beruflichem Interesse hält Cissé sich fit. Und wer weiß, vielleicht muss er bald schon Platz in seiner Vitrine machen, wenn die ersten Trophäen vom Nachwuchs kommen.

Presse, NRZ 11.11.2020

Die Verbände vom Nieder- und Mittelrhein haben entschieden, den Spielbetrieb auch im Dezember auszusetzen. So reagieren die Klubs.

Eine Überraschung ist das nicht mehr. Die Handballer werden ihre Saison in diesem Jahr nicht mehr fortsetzen. Lange hatte der Handballverband Niederrhein (HVN) in Abstimmung mit dem Handballverband Mittelrhein (HVM) in den vergangenen Tagen beratschlag, um zu dieser, von vielen Handballern als unumgänglich empfundenen Entscheidung, zu kommen. Der neue Stichtag für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs liegt im nun Januar, aber auch eine längere Pause ist möglich.

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Presse, NRZ 11.11.2020

Der Handball-Verband Niederrhein hat mit den Mittelrhein-Kollegen beschlossen, jeglichen Spielbetrieb bis zum 6. Januar 2021 auszusetzen.

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Presse, NRZ 21.09.2020

20 Minuten hielten die Verbandsliga-Handballer der HSG Wesel die Partie beim TV Kapellen absolut offen, dann zog der Favorit davon.

Ohne Chancen waren die Verbandsliga-Handballer der HSG Wesel im Gastspiel am Sonntag beim TV Kapellen. Das Team von Trainer Jan Mittelsdorf unterlag dem Favoriten erwartungsgemäß mit 23:33 (10:15) und fällt damit in der Tabelle auf den zehnten Rang zurück.

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Presse, NRZ 14.09.2020

Es ist kein Traumstart für die HSG Wesel geworden. Der Handball-Verbandsligist agierte zu fehlerhaft und zog in Rhede mit 29:35 den Kürzeren.

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NRZ, 18.06.2020

Allerdings muss die HSG Wesel nicht nur wegen Corona in den kommenden Wochen mit einigen Unwägbarkeiten leben. Vorerst geht es viel in den Sand.

So allmählich nehmen die Dinge wieder Fahrt auf: Auch wenn der Weg zurück zur Normalität noch lang sein wird, sind die Verbandsliga-Handballer der HSG Wesel ungeachtet der noch immer andauernden Corona-Krise bereits in der vergangenen Woche in die Saisonvorbereitung gestartet. Allerdings unter erschwerten Bedingungen, zumal auch die Trainingshalle vorerst nicht zur Verfügung stehen kann. ‟Wir haben uns bislang auf Laufeinheiten und ein wenig Krafttraining beschränkt„, sagt Jan Mittelsdorf. ‟Und das Ganze natürlich unter Berücksichtigung der dafür vorgeschriebenen Abstandsregelungen.„

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Presse, NRZ 30.03.2020

Das ist eine Überraschung. Rückraumspieler Fabian Hoffmann wird die HSG Wesel im Sommer nun doch verlassen. Ihn zieht es nach Dinslaken.

Die Handball-Saison steht kurz vor dem endgültigen Abbruch. Gespannt warten auch die Verantwortlichen beim der HSG Wesel und beim MTV Rheinwacht Dinslaken auf die Entscheidung des Verbandes hinsichtlich einer Wertung der Spielzeit. Bislang ist jedenfalls noch nicht klar, welche Lösung der Verband in Bezug auf Auf- und Abstieg finden wird. So muss auch der MTV Rheinwacht abwarten, ob die erste Mannschaft des Vereins künftig weiter in der Regionalliga antreten darf oder runter in die Oberliga Niederrhein muss. Ungeachtet dieser Ungewissheit ist MTV-Obmann Heinz Buteweg mit den Planungen schon sehr weit. Mit Fabian Hoffmann, der vom Verbandsligisten HSG Wesel kommt, kann Buteweg auch schon den ersten Zugang vermelden.

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Presse, NRZ 17.02.2020

Handball-Verbandsligist HSG Wesel sah beim 21:15 (53.) wie der sichere Sieger aus. Doch danach lief bei den Gastgebern fast gar nichts mehr.

Am Ende musste gezittert werden: Mit 23:22 (9:12) besiegten die Verbandsliga-Handballer der HSG Wesel vor heimischer Kulisse die Gäste der HSG RW Oberhausen TV und verabschiedete sich damit wohl endgültig aus der Abstiegszone. Das Team von Trainer Jan Mittelsdorf musste aber bis in die Schlusssekunden um den hauchdünnen Erfolg bangen, ehe der doppelte Punktgewinn unter Dach und Fach war und die Weseler ihre kleine Erfolgsserie auf nunmehr 5:1-Zähler aus den letzten drei Spielen ausbauen konnten.

„Am Ende war dieser Erfolg vielleicht ein wenig glücklich, aber ganz sicher nicht unverdient”, so der HSG-Coach nach Spielende. „Die zwei Punkte nehmen wir gern mit und haben damit wohl einen Riesenschritt in Sachen Klassenverbleib gemacht.”

HSG Wesel wirft eine Fahrkarte nach der anderen

Im Vergleich zu den Gästen aus Oberhausen kamen die Hausherren zunächst deutlich besser in die Partie. Nicht einmal vier Minuten waren gespielt, da führte die HSG schon mit 3:0. Doch Sicherheit verlieh dieser frühe Vorsprung den Gastgebern nicht. Im Gegenteil: Dem Weseler Angriff fehlte in der Folge die Zielstrebigkeit, der Faden riss und das Mittelsdorf-Team warf eine Fahrkarte nach der anderen.

Die Gäste fanden rasch ins Spiel zurück, führten ihrerseits mit 4:3 (11.). In der Folge blieb die Begegnung offen, erst in der Schlussphase der ersten Hälfte, als dem HSG-Angriff gar nichts mehr gelang, setzte sich RWO auf 12:9 ab. „Wir haben dann in der Kabine unsere Abwehr angepasst und unser Angriffsspiel variiert”, so Mittelsdorf.

Diese Maßnahmen fruchteten. Nach dem Seitenwechsel gelangen den Gästen in 23 Minuten ganze drei Treffer, während die Weseler das Spiel abermals drehten und ihrerseits beim 21:15 (53.) nun scheinbar uneinholbar führten. Doch offensichtlich machte die Führung die HSG nervös, gleich drei technische Fehler ermöglichten den Gästen, das Match erneut zu öffnen. „Diesen Vorsprung musst du eigentlich cool runterspielen”, so Mittelsdorf.

Stattdessen wurde die Begegnung fünf Sekunden vor Schluss zum Krimi, als RWO die Chance zum Ausgleich hatte, Wesels Torhüter Marius Hünting mit einer Parade den Sieg aber festhielt. „Das sind die beiden Punkte die wir unbedingt wollten”, so Mittelsdorf. „Dafür haben wir mit Leidenschaft gekämpft.”

HSG: Baatz, Hün­ting; Mün­gers­dorf (2), Hojan (1), Bo­row­ski (3), Hoff­mann (6), Ni­co­lai, Da­ni­el Weber (7/4), Po­po­vic, Her­mann (2), Ja­co­bi (1), Ku­lin­ski (1), Agor­ku.