HSG – SV Neukirchen 24:18 (10:8)

Mit dem fünften Sieg im sechsten Spiel hat die HSG den Winterschlaf in der gefürchteten Spielpause beendet und zur Saisonhälfte Platz fünf erobert. Der SV Neukirchen scheiterte am Sonntagnachmittag in der gut besuchten Rundsporthalle an einer apokalyptischen Weseler Deckungsreihe.

Entgegen aller Befürchtungen zeigte sich die HSG gleich von Beginn an hellwach. Dass die Winterpause bei der HSG in der Vergangenheit oft Froststarren ausgelöst hatte, schien vergessen. Aufgrund fahrigen Angriffspiels und Ungenauigkeiten in der ersten und zweiten Welle, bei der sich Christopher „Schleimbeutel“ Timmermann topfit zeigte, verpassten die Hansestädter es jedoch, die Früchte der bärenstarken Deckung um Kreistitan Nölscher und Deckungsriese Rühl einzufahren. So ließ man den Gast mit 6:3 (14.) und 9:6 (25.) noch am Leben. Zudem verhinderte eine schwache Chancenverwertung eine höhere Führung. Zu häufig scheiterte man am Neukirchener Schlussmann Dominik Köller, der seine Farben im Spiel hielt und somit einen knappen Rückstand zu Pause ermöglichte (10:8). Diesen egalisierte der Tabellennachbar aus Neukirchen gleich nach der Pause. (12:12, 37.) Als die HSG in der Schlussviertelstunde der harten Deckungsweise Tribut zollen musste und mehrfach in Unterzahl geriet, schien die Begegnung zu Ungunsten der Rot-Weißen zu kippen. Doch in 4:6-Unterzahl trafen Daniel Weber und Jonathan Reinartz aus nahezu unmöglicher Position. In Gleichzahl stellte die HSG die Zwei-Tore-Führung wieder her (16:14, 42.). In der Schlussphase tat sich dann neben Fyn Walla, der den ermüdenden Mittelblock vorne wie hinten entlastete, Keeper Phillip Busjan hervor. Angestachelt von Bruder Felix, der unter den Zuschauern war, steigerte er sich in den Schlussminuten zur Höchstleistung und zog dem Gegner endgültig den Zahn. Dass der Sieg dann deutlicher ausfiel als es dem Spielverlauf entsprach, lag an der offenen Deckungsweise des Gegners, mit der der Tabellensiebte den Spieß nochmal umzudrehen versuchte. Die HSG nutzte im Zusammenspiel mit Walla am Kreis die Lücken und kam zu einfachen Treffern.

Ein weiteres Heimspiel steht für die Weseler in der kommenden Woche auf dem Programm. Mit der Turnerschaft Lürrip schlägt am Sonntag (17:00 Uhr) ein Gegner aus der unteren Tabellenregion in der Rundsporthalle auf. Im Hinspiel war die HSG knapp siegreich gewesen. Sollte dies erneut gelingen, etabliert sich der Aufsteiger vorerst in der Spitzengruppe der Handball-Verbandsliga, ehe hintereinander die Partien gegen die Tabellenplätze eins bis vier anstehen.

HSG Wesel: Busjan, Kalus – Timmermann (4), Prchala, Jonas Gorris (2), Weber (3), Fehlemann (3), Heffels (1), Reinartz (4), Nölscher (1), Walla (2), Rühl, Fabian Gorris (4).