WAZ Mediengruppe

Presse, NRZ 20.11.2015

Auf den vorletzten Tabellenrang sind die Verbandsliga-Handballer der HSG Wesel abgerutscht. Im Nachholspiel am Samstag gegen TSV Kaldenkirchen stehen sie unter Zugzwang.

Zur Komplettierung des siebten Spieltages in der Handball-Verbandsliga erwartet die HSG Wesel (13. Platz/3:9 Punkte) am Samstag (18 Uhr) den TSV Kaldenkirchen (8./5:7) in der Halle Nord. Wegen der Hallenbelegung durch den Zirkus Butterfly war die Partie um eine Woche verschoben worden.
Die Erinnerungen an gute Spiele, aber eine dafür zu geringe Punktausbeute zum Saisonstart sind bei der HSG verblasst. Nach den chancenlosen, da schwachen 60 Minuten in Dinslaken und einem Einbruch in Hälfte zwei zu Hause gegen Moers, konnte Coach Sven Esser zuletzt auch mit den Leistungen seiner zwar neu formierten und jungen, zu Beginn der Saison aber vielversprechender auftretenden Mannschaft nicht mehr zufrieden sein. Und durch den überraschenden ersten Erfolg des TV Jahn Hiesfeld II beim bis dato unbesiegten Tabellenzweiten in Oppum ist das Schlusslicht nun punktgleich mit den Hansestädtern, der TV Geistenbeck durch den Triumph über Neukirchen an den Weselern vorbeigezogen.

„Ich fühle mich durch die bisherigen Ergebnisse dieses Spieltages in dem bestätigt, was ich zu Beginn der Saison gesagt habe. Die Liga ist ausgeglichen stark und man muss erst einmal eine Mannschaft hinter sich lassen, um über weitere Ziele reden zu können“, so Esser, der seine Schützlinge in die Pflicht nimmt. Nun stehe zwar ein ganz straffes Programm mit fünf Meisterschafts- und einem Pokalspiel bis zum 20. Dezember bevor. „In der vergangenen Saison haben wir uns in dieser Phase aber gegen ähnliche Gegner auf Augenhöhe mit 8:2 Punkten vieler Sorgen entledigt. Auch diesmal sollten es in diesen fünf Spielen schon fünf oder sechs Punkte sein, um die anschließenden Aufgaben beruhigter angehen zu können.“

„Viel ist jetzt auch Kopfsache“
Gerade das Spiel gegen Moers hatte die HSG nicht aufgrund der Stärke des Gegners, sondern der zahlreichen eigenen Fehler und falschen Entscheidungen verloren. „Viel ist jetzt auch Kopfsache. Wenn wir das spielen, was wir können, sind wir gerade zu Hause sicherlich schwer zu schlagen“, sagt Sven Esser. Aber diese Leistung müsse auch konstant gezeigt werden, Auszeiten wie gegen Moers dürfe sich das Team nicht nehmen. „Alle Mannschaften in dieser Klasse können Handball spielen, das macht ja auch den Reiz aus“, so Esser.

INFO
Zirkus Butterfly wirft den Trainingsplan um
Durch die Hallenbelegung des Zirkus Butterfly muss die HSG derzeit auch ihr Freitagtraining auf Donnerstag verschieben. „Da können dann leider einige Leute nicht. Dies ist unglücklich, aber das sollte am Samstag nicht entscheidend sein“, sagt HSG-Trainer Sven Esser.
Der Gast aus Kaldenkirchen hat in den ersten fünf Partien dreimal die Punkte geteilt und in den anderen beiden Begegnungen jeweils mit einem Treffer Differenz gewonnen und verloren. Nur die jüngste Heimpleite gegen den Primus aus Dinslaken fiel mit 21:28 etwas deutlicher aus. Da hatten Kaldenkirchen allerdings auch wichtige Spieler gefehlt, die nach zwei Wochen Pause am Samstag wieder dabei sein könnten. „Der TSV hat einen kleinen Umbruch hinter sich und einen neuen Trainer. Insgesamt sehe ich den Gegner als unsere Kragenweite an“, meint Sven Esser.

Verzichten müssen die Gastgeber am Samstag gesundheitlich bedingt wohl auf Abwehr-Routinier Oliver Rühl. „Er schaut vielleicht vorbei, aber für einen Einsatz wird es wahrscheinlich nicht reichen“, vermutet der Weseler Coach. Da Youngster Dominik Weber beruflich verhindert ist, hilft Jonathan Reinartz auf der rechten Seite aus. Ansonsten hätte die HSG mit Björn Fehlemann nur noch einen Linkshänder im Aufgebot. „Das ist schon ganz gut, dass Jonathan Reinartz seinen Pass noch bei uns hat“, so Esser.

HSG Wesel verspürt im Nachholspiel den Druck | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
https://www.derwesten.de/sport/lokalsport/wesel-hamminkeln-schermbeck/hsg-wesel-verspuert-im-nachholspiel-den-druck-id11303993.html#plx1070318712