30:23! Cedric Schniers Verletzung trübt Freude der HSG Wesel

NRZ, 23.11.2015

Handball-Verbandsligist HSG Wesel bezwang im Nachholspiel den TSV Kaldenkirchen mit 30:23. Neuzugang Cedric Schnier verletzte sich aber kurz von dem Spielende.

Große Erleichterung bei der HSG Wesel: Nach einer beeindruckenden Steigerung in Durchgang zwei feierte der Handball-Verbandsligist mit dem 30:23 (13:15)-Erfolg im Nachholspiel gegen den Gast TSV Kaldenkirchen im siebten Versuch den zweiten Saisonsieg. Allerdings trübte die Knieverletzung von Cedric Schnier die Freude merklich. 80 Sekunden vor dem Ende des längst entschiedenen Spiels verdrehte sich der Neuzugang am eigenen Kreis das Gelenk und blieb mit offensichtlich starken Schmerzen liegen.
„Er hatte heute großen Anteil am Sieg. Es wäre ein teuer bezahlter Erfolg, wenn er sich ernster verletzt hätte“, sagte HSG-Trainer Sven Esser. Eine genaue Diagnose wird erst nach einer MRT-Untersuchung möglich sein. Ansonsten hob Esser die Bedeutung dieses Sieges für die kommenden Aufgaben hervor: „Ich denke, dass das ganz wichtig war für den Kopf. Wir fahren jetzt mit einem ganz anderen Gefühl nach Korschenbroich.“

Dem konnten die Spieler nur zustimmen. „Das tut nach den Rückschlägen zuletzt richtig gut“, meinte Fabian Gorris, der mit seinen zwölf Treffern zusammen mit Björn Fehlemann (8) zwei Drittel der Weseler Treffer, zumeist aus dem Rückraum, erzielt hatte. Doch das sah er nicht als Schlüssel zur Trendwende an: „Wir haben uns in der Deckung in der zweiten Halbzeit um 200 Prozent gesteigert!“

Dabei hatten die Gastgeber auch in Hälfte eins nicht so schlecht gespielt. Lediglich der 2:6-Start nötigte Esser zu einer frühen Auszeit. Die Weseler glichen zum 6:6 aus, schafften aber nicht einmal den Führungswechsel. Dafür hätte die HSG die starke Offensive der Gäste besser in den Griff bekommen müssen. Danach sah es auch zum Start in Hälfte zwei zunächst nicht aus. Kaldenkirchen machte aus seiner 15:13-Pausenführung ein 17:13 (33.) und hatte alle Trümpfe in der Hand.

Doch plötzlich griffen die von Sven Esser in der Kabine geforderten Emotionen. „Die Spieler haben hinten auch bessere Entscheidungen getroffen, wann wir auch mal rausgehen müssen. In der Deckung haben wir uns die Sicherheit für vorne geholt“, so der Coach, dessen Team anschließend knapp zehn Minuten ohne Gegentor blieb und mit 18:17 (42.) erstmals in Führung ging.

Bei aller Deckungsstärke kann das nicht ohne einen hellwachen Torwart funktionieren. Trotzdem wollte sich Adrian Schnier nicht als Matchwinner ansehen. „Am Anfang hat man der Mannschaft die Verunsicherung gemerkt, es fehlte auch die Unterstützung. Die zweite Hälfte war dann gerade in der Deckung definitiv besser. Das macht es natürlich auch mir einfacher“, stellte der Neuzugang fest.

Mit einem Lauf von 24:22 auf 30:22 machten die Gastgeber den berühmten Sack zu. Lediglich der Freudentanz der HSG-Spieler fiel angesichts der Knieverletzung ihres Teamkollegen aus.

HSG: A. Schnier, Busjan; Heffels (1), Timmermann (3), Borowski, Fehlemann (8), Gorris (12/1), Hermann, M. Kalus, C. Schnier (5), Weber, Walla (1), Rühl, Reinartz.

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