HSG Wesel könnte zu Hause in die Oberliga aufsteigen

Presse, NRZ 29.04.2016

Es ist der vorletzte Spieltag und das letzte Heimspiel dieser Saison für die Verbandsliga-Handballer der HSG Wesel (5. Platz/27:21 Punkte). Und die Ausgangslage sollte Grund genug sein, um am Samstag ab 18 Uhr viele Zuschauer in die Halle Nord zu locken.

Die Rot-Weißen empfangen die Reserve der DJK Adler Königshof (9./21:27). Mit einem Sieg würde den Weselern im letzten Spiel am 7. Mai beim geretteten Tabellenvorletzten HSG Mülheim in jedem Fall bereits ein Remis reichen, um Rang fünf und damit erstmals den Sprung in die Oberliga zu sichern.

Da am morgigen Samstag auch noch der Tabellenvierte TV Vorst (28:20) und der gastgebende Tabellensechste TV Geistenbeck (26:22) gegeneinander spielen, gibt es noch diverse weitere Konstellationen – sogar solche, bei der die HSG schon am Samstag die Korken knallen lassen könnte. Das wäre der Fall, wenn Wesel den Abstand auf Geistenbeck von einem auf zwei Zähler vergrößert. Den direkten Vergleich haben die Hansestädter für sich entschieden. Erfahren wird die HSG davon erst nach ihrer Partie, das Spiel in Geistenbeck beginnt um 19 Uhr.

„Zu allererst sollten wir zusehen, dass wir unser Spiel gewinnen oder zumindest einen Punkt holen“, warnt HSG-Trainer Sven Esser vor Rechnereien. „Wenn wir die Punkte hier behalten, ist die Ausgangslage weiterhin sehr gut, egal wie die Konkurrenz spielt. Es wäre natürlich super für uns, wenn Geistenbeck gegen Vorst verliert und wir mindestens einen Punkt holen. Aber das müssen wir erst einmal schaffen.“
Sven Esser möchte und muss den Gegner nicht unnötig stark reden, denn die Königshofer haben ihre Qualitäten auch auf der Zielgeraden der Spielzeit weiter regelmäßig unter Beweis gestellt. So gewann der Aufsteiger unlängst in Geistenbeck und beendete davor mit einem Remis gegen Lank deren letzten Hoffnungen auf die Oberliga.
„Königshof ist ein unangenehm zu spielender Gegner mit einer guten Altersmischung“, weiß Esser, dessen Team das Hinspiel mit 28:27 für sich entschieden hatte. „Das war damals auch ein wenig glücklich und wir wissen, dass die es uns hier nicht einfacher machen werden.“
Auf der anderen Seite erinnert der HSG-Coach: „Zu Hause sind wir ja doch noch einen Ticken stabiler und haben durch die letzten beiden deutlichen Erfolge sicherlich auch noch zusätzliches Selbstvertrauen getankt.“ Esser weiter: „Zudem kennen wir diese Drucksituation vom Aufstieg von vor zwei Jahren. Allerdings hatten wir uns diesen Druck damals selbst gemacht. Diesmal ist es eine vielleicht einmalige Chance, mit der wir vorher nicht wirklich gerechnet hatten, sie nichtsdestotrotz aber unheimlich gerne ergreifen wollen.“ Mit einem Sieg der HSG Wesel würde der größte Druck auf dem TV Geistenbeck lasten.
Ob der scheidende Abwehrspezialist Oliver Rühl am Samstag nur knapp drei Wochen nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel schon wieder sein Comeback bestreitet, entscheidet sich beim Aufwärmen.
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