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RP, 23.10.2015

Der Vorletzte der Handball-Verbandsliga will am Sonntag gegen den TV Geistenbeck den ersten Saisonsieg feiern.

Mit einem wichtigen Heimspiel startet die HSG Wesel nach der Pause wegen der Herbstferien. Der Tabellenvorletzte der Handball-Verbandsliga (1:5-Punkte) erwartet am Sonntag, 17 Uhr, den Zehnten TV Geistenbeck (2:4) in der Halle Nord. „Wir müssen jetzt nicht noch zusätzlichen Druck aufbauen. Es ist ja erst der vierte Spieltag. Aber diese Partie wird schon andeuten, wo die Reise hingeht“, sagt HSG-Trainer Sven Esser.

Seine Mannschaft hat bislang gegen die in der Tabelle aktuell auf den Rängen zwei bis vier platzierten Teams sowie im Pokal gegen den Oberligisten TSV Aufderhöhe gespielt. Doch nach dem Remis zum Start in Vorst gingen die Weseler trotz guter Leistungen anschließend dreimal als knapper Verlierer vom Feld.

„Gerade im Hinblick auf den Sonntag darauf, wenn wir beim MTV Dinslaken nur klarer Außenseiter sein werden, wäre es schon wichtig, jetzt zu Hause zu punkten. Geistenbeck hat unsere Kragenweite, ist aber sicherlich nicht zu unterschätzen“, sagt der Weseler Coach. Der Gast habe eine eingespielte Mannschaft an, die ein hohes Tempo gehen könne. „Zudem lässt sich der Trainer des Teams immer einiges einfallen.“ Esser erinnert sich daran, dass der Gast in der vergangenen Saison in Wesel fünf verschiedene Deckungsvarianten gespielt hat.

Als Schlüsselspieler betrachtet Sven Esser den Geistenbecker Timo Hüpperling, der im linken Rückrum agiert. „Er ist natürlich nicht der einzige Akteur, auf den wir aufpassen müssen. Aber er ist der Dreh- und Angelpunkt beim Gegner. Im Rückspiel der vergangenen Saison haben wir ihn gut verteidigt, in der Hinrunde leider nicht“, so Esser. Da hatten die Weseler am dritten Spieltag beim Aufsteiger mit 27:31 verloren. In Wesel gelang mit einem 31:28 die Revanche dafür.

Der HSG-Coach hatte an der Defensivarbeit seines Teams bislang wenig auszusetzen. Die Mannschaft müsse sich aber mal belohnen.“Alle wissen, dass wir im Angriff noch eine Schippe drauflegen müssen. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass wir viele junge Neuzugänge zu integrieren haben. Sie machen ihre Sache bislang sehr gut. Doch alle Abläufe können noch nicht reibungslos funktionieren“, sagt Esser. Mit 76 Gegentreffern in drei Partien gehört die HSG, die bislang ausschließlich auf Gegner mit Aufstiegsambitionen traf, zu den besten Teams der Liga. Die erst 71 erzielten Tore sind allerdings der schlechteste Wert in der Klasse.

Außer Langzeitausfall Richard Kalus hat die HSG wahrscheinlich alle Mann an Bord. Lediglich hinter dem Einsatz von Tobias Hermann (Handgelenksprellung) steht noch ein Fragezeichen. „Er trainiert schon wieder. Aber so richtig gut sieht das noch nicht aus. Über seinen Einsatz werden wir deshalb kurzfristig entscheiden“, sagt Sven Esser.

Quelle

Rheinische Post 23.10.2015

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/wesel/sport/hsg-wesel-bestreitet-richtungsweisende-heimpartie-aid-1.5491870