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HSG Wesel zeigt die schwächste Saisonleistung

RP, 09.03.2015

Verbandsliga-Neuling verliert beim Spitzenreiter VfB Homberg klar und deutlich mit 24:41. Keeper Michael Hillig feiert erneut ein Comeback. Von Andreas Nohlen
 Das Resultat sprach Bände. Die HSG Wesel unterlag gestern Abend beim VfB Homberg, dem Spitzenreiter der Handball-Verbandsliga, mit 24:41 (13:20). Sven Esser war hinterher dementsprechend bedient. „Natürlich kann man in Homberg verlieren. Aber das hätte absolut nicht sein müssen“, sagte der Weseler Trainer.

Es war das erste Mal, dass sich der Neuling in dieser Saison von einem Gegner förmlich demontieren ließ. „Wir haben uns verprügeln lassen, weil wir größtenteils ohne Leidenschaft gespielt haben und schließlich eigentlich gar nicht mehr auf dem Feld waren. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht einen Block gestellt und es dem Gegner viel zu einfach gemacht“, sagte Esser.

In Schutz nahm der Trainer die beiden Torhüter. Und es waren nicht die Stammkräfte, denen in Homberg die Bälle um die Ohren flogen. Die etatmäßigen Torhüter Philip Busjan (privat verhindert) und Richard Kalus, der im Training umgeknickt war, fehlten. So sprangen Johann Krieger aus der zweiten Mannschaft sowie Routinier und HSG-Geschäftsführer Michael Hillig mit seinem abermaligen Comeback ein. „Die beiden wurden häufig alleine gelassen. Das ist besonders bitter, wenn man bedenkt, dass sie uns in der Not dankenswerterweise ausgeholfen haben“, sagte Sven Esser.

Dabei ging es gar nicht so schlecht für den Außenseiter los. 4:5 und 6:8 waren Zwischenstände, mit denen die HSG noch sehr gut leben konnte. Doch bereits da zeichnete sich ab, dass die Gastgeber im Hinblick auf ihr Ziel, den Oberliga-Aufstieg, auch die kleinsten Unachtsamkeiten sofort bestrafen würden. Nach dem Seitenwechsel luden die Weseler den Favoriten zu vielen Tempogegenstößen ein..

„Wir haben unfassbar viel verworfen und dann nicht mehr nach hinten gearbeitet. Wir müssen das schnell abhaken und nächste Woche wieder deutlich mehr Präsenz zeigen“, sagte Esser nach der schlechtesten Leistung der Saison. Er hofft darauf, dass seine Schützlinge im Heimspiel gegen das punktlose Schlusslicht aus Dülken zurück in die Spur finden.

HSG Wesel: Hillig, Krieger – Timmermann, J. Gorris (3), Fehlemann (6), Heffels (2), Prchala (1), Reinartz (2), F. Gorris (4/1), Nölscher (1), Weber (5).

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