29:22! Busjans Paraden legen Grundstein zum HSG-Sieg

Presse, NRZ 18.01.2016

Handball-Verbandsligist HSG Wesel konnte beim 29:22-Heimerfolg über die HSG Mülheim auf seinen starken Schlussmann Philipp Busjan bauen.

Die HSG Wesel ist ihrem Ziel, den Klassenerhalt frühzeitig unter Dach und Fach zu bringen, ein Stück nähergekommen. Der Handball-Verbandsligist gewann gestern in der Halle Nord das Heimspiel gegen die HSG Mühlheim mit 29:22 (15:8) und beendete damit die Hinrunde auf dem sechsten Tabellenplatz. „Wir können den Blick mittlerweile in die oberen Tabellenregionen richten. Nach unten sind wir abgesichert“, sagte HSG-Coach Sven Esser.

Der Trainer machte keinen Hehl daraus, wem er diesen Sieg seiner Meinung nach zu verdanken hatte. In der ersten Hälfte hatte Keeper Philipp Busjan gleich acht Würfe in Folge gehalten. Der HSG-Schlussmann ebnete mit seinen zahlreichen Paraden den Weg zum Heimsieg. „Seine Leistung war Weltklasse. An ihm gab es kein Vorbeikommen“, meinte Esser, der in Hälfte eins bei einer Auszeit des Gegners die Leistung Busjans mit einem anerkennenden Handschlag gewürdigt hatte.

Der Gastgeber hatte mit einem starken Torwart im Rücken wenig Mühe, bis zum Seitenwechsel eine solide Führung aufzubauen. Bis zur 18. Minute lag die HSG beim Stande von 7:4 allerdings nur mit drei Toren vorn. „Wir hätten in dieser Phase durchaus noch weiter davonziehen können. Aber wir haben einige Angriffe nicht konsequent zu Ende gespielt“, so Esser. Bis zur Pause erspielte sich die HSG mit dem 15:8 allerdings ein vermeintlich beruhigendes Polster.

Doch nach dem Wechsel gab’s bei den Hausherren einen deftigen Leistungsabfall. „Wir haben bei der hohen Führung gleich mehrere Gänge heruntergeschaltet. Das hätte gefährlich werden können und darf uns so einfach nicht passieren“, stellte Esser fest. Damit lag er goldrichtig. Denn Mühlheim startete eine Aufholjagd und kam bis zur 44. Minute auf drei Tore heran. Doch Björn Fehlemann beendete mit einem satten Wurf in den Winkel die fast zehnminütige Torflaute der HSG zum 19:15.

Nach diesem Treffer berappelten sich die Weseler wieder und setzten sich mit 21:16-Führung bis zur 48. Minute ab. „Wir haben in dieser Phase einige unglückliche Würfe genommen. Dadurch wurde der Gegner immer stärker“, ärgerte sich Sven Esser.

Info
So haben sie gespielt
HSG: Busjan, A. Schnier, R. Kalus; Timmermann (2), Borowski (1), Fehlemann (7), Gorris (5), M. Kalus (2), Daniel Weber (4), Walla (5), Rühl, C. Schnier (3), Borgmann.

Doch auf der Zielgeraden trumpfte Fehlemann auf, der mit sieben Toren bester Werfer der HSG war. Eigentlich sollte der Einsatz des Routiniers wegen einer andauernden Fußverletzung auf wenige Minuten beschränkt werden. Daraus wurde aufgrund der großen Personalnot der HSG nichts. „Er hat uns den Sieg mit wichtigen Toren in den letzten Minuten gesichert“, sagte Esser.

Kommende Woche erwartet die HSG den Oberliga-Absteiger TV Vorst. Esser: „Das wird die nächste große Herausforderung für uns.“

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