16:29! Oberliga-Neuling HSG Wesel zahlt viel Lehrgeld

Presse NRZ 19.09.2016

Im Duell zweier Neulinge in der Handball-Oberliga stand die HSG Wesel auf verlorenem Posten. Gegen den TV Angermund gab es eine 16:29-Heimklatsche.
„Wir haben heute viel Lehrgeld bezahlt“, lautete das erste Fazit von Sven Esser. Die von ihm trainierte HSG Wesel kam im Duell der Neulinge zum Start der Handball-Oberliga zu Hause gegen den TV Angermund mit 16:29 (9:11) mächtig unter die sprichwörtlichen Räder. Vor allem nach dem Seitenwechsel lief bei den Hansestädtern quasi nichts mehr zusammen.

„In der ersten Halbzeit haben wir wenigstens passabel in der Abwehr gearbeitet. Aber auch da haben wir schon nicht wirklich zu unserem Spiel gefunden“, meinte Esser. In der zweiten Halbzeit lief dann gar nichts mehr, während der Gegner um einiges zulegte. „So war die Niederlage auch in der Höhe verdient“, sagte der HSG-Coach. Die Partie begann zäh, aber nicht so schlecht für die Weseler. Nach zwei Toren von Fabian Gorris stand es nach sechs Minuten 2:0 für die Gastgeber. In der 17. Minute zeigte die Anzeigetafel ein 4:4. Beide Teams leisteten sich viele Ballverluste und schlossen kaum überzeugend ab. Trotzdem war die Partie bis zur Pause mit dem 9:11 noch absolut offen.
Nach der Pause geht nichts mehr
Doch nach dem Seitenwechsel lief bei den Gastgebern fast nichts mehr zusammen. Der TV Angermund zog binnen sieben Minuten von 12:10 auf 17:10 (39.) davon. Dabei war es nicht ein Spieler, den die HSG nicht in den Griff bekam. Durch die Bank trafen die Gäste, während die Weseler in ihren Aktionen immer unsicherer wurden.
Nach 42 Minuten war das Spiel beim Stande von 20:11 für den TVA entschieden. Und trotzdem ließen die Gäste nicht locker, blieben konzentriert und kämpften um jeden Ball. Die Weseler dagegen leisteten sich zahlreiche fahrlässige Aktionen, vorne wie hinten. Hinzu kam, dass Gäste-Keeper Matthias Jakubiak immer stärker wurde. So spielten sich die Angermunder in einen Rausch, während bei den Weselern auf dem Feld eher Katerstimmung herrschte.

In der Schlussphase durfte der neue Weseler Torwart Daniel Werner nach Kurzeinsätzen bei Siebenmetern auch im Spiel ran. Der fast zwei Meter große Youngster, der für den verletzten Richard Kalus noch geholt wurde, bekam zwar die Hände an einige Bälle, wurde aber häufig so alleine gelassen wie Kollege Adrian Schnier.Bereits am kommenden Freitag (20 Uhr) gastiert die HSG zu ihrem zweiten Spiel im Derby beim Mitaufsteiger MTV Rheinwacht Dinslaken. „Es ist ganz gut, dass wir jetzt so schnell eine Chance bekommen, es besser zu machen“, so Esser. „So schlecht wie heute werden wir in dieser Saison hoffentlich nicht mehr häufig spielen.“ Verbandsliga-Meister Dinslaken erlebte mit dem 22:26 beim TSV Aufderhöhe ebenfalls einen Fehlstart.

So haben sie gespielt
HSG: A. Schnier, Werner; Heffels, Walla (1), Fehlemann (3), Müngersdorf (1), Gorris (7/3), Hermann, M. Kalus, Daniel Weber, Rühl, Möhle (1), C. Schnier (1), Weghaus (2).
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