Presse, RP 06.11.2017

Handball: Der Oberligist verliert gegen Borussia Mönchengladbach mit 21:26.

In einer sehr schwachen Oberliga-Partie unterlagen die Handballer der HSG Wesel gegen Borussia Mönchengladbach mit 21:26 (8:12). Nach der erneuten Niederlage wird es für die Weseler nun immer ernster im Tabellenkeller, der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt nur einen Zähler.

Ganze elf Minuten und 37 Sekunden hatte es gedauert, ehe Wesels Rechtsaußen Jörn Hauenstein die Zuschauer erlöste und das erste Tor für die HSG erzielte. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gäste aus Gladbach bereits mit 6:1 in Front. Schon zu Beginn der Partie regierten bei den Hausherren technische Fehler und Unkonzentriertheiten. Diese paarten sich zudem mit Fehlwürfen, so dass es den Gladbachern ein Leichtes war, sich weiter abzusetzen. In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit wurden die Hausherren etwas stabiler in der Defensive und steigerten sich auch im Spiel nach vorne. Bis zum Pausenpfiff konnte der Rückstand auf vier Tore reduziert werden.

Wie schon zuvor verschliefen die HSG-Handballer auch den Start in die zweite Halbzeit. Nach 40 gespielten Minuten waren die Gastgeber bereits mit 10:17 im Hintertreffen. Wesels Trainer Sven Esser reagierte und brachte Rückraumspieler Niklas Weghaus, der aufgrund seines Trainingsrückstandes die gesamte erste Hälfte auf der Bank verbracht hatte. Weghaus kam in der 41. Minute auf die Platte und wusste sofort zu überzeugen.

Der Rückraumspieler erzielte drei Tore in Folge und peitschte seine Mitspieler noch einmal an: „So einfach ist das.“ Doch sein Auftritt sollte nicht von langer Dauer sein, Weghaus verletzte sich nach nur fünf Minuten an der Hand und konnte nicht weiter ins Geschehen eingreifen. Die HSG bewies in der letzten Viertelstunde Moral und kämpfte sich noch mal heran. Acht Minuten vor dem Ende verkürzten die Hausherren auf 20:23. Es war noch etwas drin, aber die Weseler verbauten sich selbst die Aussicht auf etwas Zählbares. Zu viele technische Fehler und eine magere Torausbeute reichten gegen ein Team wie Gladbach einfach nicht.

HSG-Coach Esser fasste nach dem Spiel zusammen: „Wir haben uns vor dem Spiel vorgenommen, über den Kampf zu kommen, weil es spielerisch momentan einfach auch nicht so läuft. Wir haben aber den Start völlig verschlafen. Eigentlich hätten die Gladbacher schon viel früher den Deckel drauf machen müssen. In der Schlussphase kommen wir noch mal auf drei Tore heran, vergeben aber wieder die entscheidenden Würfe und machen wie im gesamten Spiel leichte technische Fehler. Langsam geht bei uns der Blick auch ernsthaft auf die Tabelle.“

HSG Wesel: Adrian Schnier, Hünting – Heffels (1), Borowski (2), Hauenstein (1), Gorris (6), Pobric (2), Kalus, Daniel Weber (2), Rühl, Weber (4), Cedric Schnier, Weghaus (3), Schwarz.