NRZ, 25.11.2019

Das Nachholspiel in Königshof endete für den Handball-Verbandsligisten HSG Wesel ausgesprochen positiv. Daran hatte eine Aushilfe großen Anteil.

Zwei ganz wichtige Punkte verbuchten die Verbandsliga-Handballer der HSG Wesel. Bei der Zweitvertretung von Adler Königshof setzte sich das Team von Trainer Jan Mittelsdorf überraschend mit 26:24 (11:11) durch und untermauerte mit dem vierten Sieg in dieser Saison seinen Platz im gesicherten Mittelfeld. Matchwinner in Nachholspiel war dabei Christoph Heffels, der als Spieler der Weseler Reserve auf der Kreisläuferposition aushalf und mit seinen sieben Treffern maßgeblich zum vielumjubelten Erfolg beitrug.

„Mit diesen beiden Zählern war nicht unbedingt zu rechnen”, so der HSG-Coach nach der Schlusssirene. „Siege dieser Art tun besonders gut. Das haben wir in der vergangenen Saison sehr vermisst, auch mal unerwartete Punkte einzufahren.“

Heffels erstmals in Minute 24 eingewechselt

Von Beginn an konnten die Gäste die Begegnung offen gestalten und blieben, auch wenn sie ständig hinterher liefen, in der Anfangsphase dran. Nach mehrmaligem Zwei-Tore-Rückstand gelang der HSG in der 25. Minute durch Florian Jacobi die erste Führung (10:9), die Heffels, der in der 24. Minute erstmals aufs Feld kam, prompt auf 11:9 ausbaute. Doch bis zum Seitenwechsel glichen die Gastgeber wieder aus.

Die Fehlerquote ist in der ersten Hälfte enorm

„Die erste Halbzeit war geprägt von einer Vielzahl technischer Fehler”, sagte Mittelsdorf, der miterleben musste, wie seine Mannschaft keinen von insgesamt drei Siebenmetern verwandeln konnte. „In Königshof darf kein Harz verwendet werden, was die Fehlerquote enorm ansteigen lässt.“

Ungeachtet dessen nahm die HSG nach der Pause das Heft in die Hand. Bis zur 50. Minute hatte der Gast eine Vier-Tore-Führung herausgespielt (22:18) und sah bereits wie der sichere Sieger aus, doch erneut glichen die Adler aus (23:23/55.). Erst ein konsequenter Schlussspurt sicherte den Auswärtserfolg. „Wir haben taktisch so ziemlich alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten”, sagte ein hochzufriedener Mittelsdorf. „Ein absoluter Glücksgriff war Christoph Heffels auf der ansonsten verwaisten Kreisläuferposition. Er war mit einer Quote von 100 Prozent unser Matchwinner.”

HSG: Baatz, Hünting; Müngersdorf (4), Borowski (3), Vengels, Hoffmann (1), Nicolai, Rotte (2), Daniel Weber (4), Jacobi (5), Heffels (7).