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NRZ, 21.11.2013

Am Niederrhein. Rhythmus gibt es nicht nur in der Musik, auch im Sport wird dieser gerne hinzugezogen. So auch im Handball, wenn der Landesliga-Spitzenreiter HSG Wesel am Freitag (19.30 Uhr) in der zweiten Runde des Kreispokals beim Bezirksligisten TuS Xanten zu Gast ist. Die abstiegsbedrohten Hausherren rangieren in ihrer Liga mit nur drei Zählern aus sieben Partien auf Platz zehn.

„Es ist gut, dass wir kein Spiel Pause haben und im Rhythmus bleiben. Das sollte nach Möglichkeit auch der Fall sein, wenn die nächste Kreispokalrunde ansteht“, erläutert HSG-Trainer Sven Esser, der mit seinem Team als großer Favorit nach Xanten fährt. Immerhin hat die HSG-Reserve in der Vorbereitung gegen diesen Gegner die Oberhand behalten. „Wir werden sicherlich das eine oder andere ausprobieren, aber den Gegner ernst nehmen“, verspricht Esser.

Nicht mit in die Römerstadt reisen werden der beruflich verhinderte Björn Fehlemann sowie Michael Nölscher, der seine schmerzende Schulter auskuriert. Nach seinem Saisondebüt zuletzt in der Reserve wird Matthias Kalus nun auch in der „Ersten“ zum Kader gehören. Er hatte den Start aufgrund von Knieproblemen verpasst. Eine Chance als zweiter Kreisläufer des Aufgebotes könnte Philippe Gondolf aus der zweiten Mannschaft bekommen.

Anders sieht die Rollenverteilung der Kontrahenten aus, wenn der SV Schermbeck am Samstag (19 Uhr) beim TV Schwafheim antritt. Während die stark verjüngten Rot-Weißen in der Gruppe 3 der Landesliga bekanntlich nur um den Klassenerhalt kämpfen, rangiert der TVS mit 9:5 Punkten in der Gruppe 1 der Landesliga auf Platz fünf.

„Wie so häufig in der Meisterschaft kann ich den Jungs besonders vor so einem Spiel nur sagen, dass wir dort nichts zu verlieren haben“, will SVS-Trainer Rene Hoffmeister verhindern, dass seine Mannschaft unter dem Erfolgsdruck wie zuletzt zu Hause gegen Alstaden irgendwann verkrampft. „Der Pokal ist für uns wirklich nicht ganz so wichtig.“

Wer genau nach Schwafheim mitfährt, entscheidet sich erst nach dem Abschlusstraining. „Einige junge Spieler hatten zu Saisonbeginn diesen Termin nicht auf dem Plan und nun dementsprechend schon etwas vor“, so Hoffmeister.

Bei den Damen kommt es in der zweiten Kreispokalrunde am Sonntag (18 Uhr, Sporthalle Höingsweg) zum Landesliga-Derby zwischen BW Dingden und der HSG Wesel. Damit treffen der Tabellenvorletzte (BWD) und das Schlusslicht (HSG) aufeinander. Für beide Trainer kommt der Meisterschaftspartie in drei Wochen (14. Dezember) in Wesel eine erheblich größere Bedeutung bei.

„Ich messe dem Pokalspiel nicht den Stellenwert zu“, sagt Dingdens Trainer Ralf Sobotta. Wichtig sei für ihn, dass sein Team im Rhythmus bleibt. Dies gilt allerdings nicht für die angeschlagenen Spielerinnen. Anja Essing, Heike Hartmann und Cornelia Tielkes werden geschont. Auch sein Weseler Pendant Karsten Jasinski geht da kein Risiko und verzichtet auf Helen Betcke und Stefanie Haynitzsch. Er wird die Truppe mit Aktiven aus der zweiten Mannschaft ergänzen. „Dieses Pokalspiel besitzt eine zweitrangige Bedeutung“, erklärt auch Jasinski. Gegen komplette Blau-Weiße „wären wir krasser Außenseiter“.

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