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NRZ, 12.10.2014

Die Chance, nach nur einer Partie in einer Bilanz bereits besser auszusehen als in der Abstiegssaison vor zwei Jahren besitzt die HSG Wesel zum Start der Handball-Verbandsliga. Der Neuling gastiert am Sonntag (12.15 Uhr) bei der TS Lürrip und setzt alles daran, erfolgreich in der Fremde loszulegen. Damals hatte es bei 13 Gastspielen nur zu einem mageren Pünktchen gereicht.


„Ohne Auswärtszähler kann man die Liga nicht halten“, betont auch HSG-Trainer Sven Esser. „Wir müssen und werden uns den Gegebenheiten in den Hallen anpassen, dafür haben wir genug erfahrene Spieler. Und nach neun Wochen Vorbereitung sind alle heiß darauf, endlich zu starten.“ Wenig begeistert sind die Rot-Weißen, sich Sonntagmorgen Richtung Mönchengladbach aufzumachen. „Aber das gehört alles dazu. Zeiten und weite Anfahrtswege dürfen kein Thema sein, wenn wir die Klasse halten wollen.“

Den Gastgeber trennte in der vergangenen Spielzeit mit 20:28 Punkten nur ein Zähler von der Abstiegsrelegation. Die Turnerschaft dürfte ebenfalls nur den Verbleib in der Liga als Marschroute haben. „Wir haben relativ wenige Infos über Lürrip. Aber vielen Gegnern dürfte es mit uns ähnlich gehen. Wir müssen versuchen, das in einen Vorteil umzuwandeln“, so Esser.

Erst am Freitag von seinem siebenwöchigen Asien-Tripp kehrt Fabian Gorris zurück. „Das ist natürlich eine lange Zeit ohne Training, aber er wird trotzdem mitfahren“, kündigt Esser an. Privat bedingt nicht dabei sein kann Heiko Kreilkamp.

Das zweite Auswärtsspiel vor der vierwöchigen Herbstpause hat die HSG beim TV Geistenbeck, ebenfalls ein Aufsteiger. Dazwischen gastiert die HSG Mülheim in der Rundsporthalle. „Es wäre sehr wichtig, dass wir mit Punkten in diese Pause gehen, um nicht direkt so unter Druck zu stehen“, hofft Sven Esser, dass sich der Auswärtsfluch der Hansestädter in der Verbandsliga bereits nach dem ersten Spiel „verflüchtigt“ hat.

HSG will Auswärtsfluch zum Saisonstart direkt vertreiben | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
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