28:26! HSG Wesel bezwingt in eigener Halle TV Oppum

Presse, NRZ 03.10.2016

Handball-Oberligist HSG Wesel hat nach drei Spielen schon vier Punkte auf dem Konto. Gegen den TV Oppum gab es einen 28:26-Heimerfolg.

Gute Zeiten, schlechte Zeiten – die wechselten sich in schöner Regelmäßigkeit ab. Doch am Ende waren die gelungenen Momente beim Handball-Oberligisten HSG Wesel in der Mehrzahl. Mit dem 28:26 (15:11) in eigener Halle feierten die Weseler im Duell der Aufsteiger gegen den TV Oppum ihren zweiten Sieg im dritten Spiel. „Mit dem Start können wir hochzufrieden sein“, stellte Trainer Sven Esser fest. Vor der Herbstpause geht es am kommenden Samstag zum Schlusslicht TV Vorst. „Wenn dort auch etwas machbar ist, dann können wir von einem perfekten Start sprechen.“

Ein wenig schleppend fanden die Weseler gestern in die Partie. Nach rund einer Viertelstunde hieß es 4:6. Nach 21 Minuten hatte die HSG den Gleichstand wieder hergestellt (9:9), als sie Oliver Rühl mit einer Roten Karte verloren. Der Abwehrroutinier war etwas zu spät gekommen. „Die Karte kann man geben“, räumte sein Coach ein, der nun taktisch ein wenig umstellen musste. Er beorderte Cedric Schnier defensiv in den Innenblock. „Wir mussten ein bisschen improvisieren, aber das haben die Jungs sehr gut gemacht“, lobte Sven Esser.

In dieser Phase fanden seine Akteure auch gute Lösungen, um die offensive 5-1-Deckung der Gäste aus dem Krefelder Vorort ein ums andere Mal auszuhebeln. Der Lohn war ein Vier-Tore-Vorsprung zur Halbzeit. Auch nach der Pause knüpften die Weseler nahtlos an diese gute Vorstellung an, zogen auf 20:15 (40.) und 24:18 (50.) davon.

Danach stellten sich dann wieder die Probleme mit der offensiven Oppumer Abwehr ein. „Da haben wir es vorne oft nicht sehr gut zu Ende gespielt“, kritisierte Esser. Die Gäste nutzten dies, rückten Tor um Tor heran. Sechs Minuten vor dem Spielende hieß es nur noch 25:23, kurz vor Schluss 27:26. Gegen die nun offene Deckung der Gäste aus Oppum machte Fynn Walla mit dem 28. Tor dann alles klar. „Das war ein verdienter Sieg, aber wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht“, analysierte Esser die nach dem Derby-Erfolg in Dinslaken zweiten erfolgreichen 60 Minuten in Serie.

HSG: A. Schnier; Heffels, Walla (1), Borowski (1), Fehlemann (7), Müngersdorf (1), Gorris (8), Hermann, M. Kalus, Rühl, Mühle (3), Steffens (1), C. Schnier (1), Weghaus (5).

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