HSG Wesel mittlerweile mitten im Aufstiegsrennen

WAZ Mediengruppe

Presse, NRZ 22.01.2016

„Hätte man uns diese Tabelle vor der Saison angeboten, hätte sicherlich jeder von uns sofort unterschrieben“, sagt Sven Esser. Nach der Hinrunde in der Handball-Verbandsliga rangiert die von ihm trainierte HSG Wesel mit 14:12 (zuletzt 6:0) Punkten auf dem sechsten Rang. Dieser wird allerdings direkt zum Start der Rückrunde und auch anschließend auf harte Proben gestellt.

Am Sonntag (17 Uhr) gastiert Oberliga-Absteiger TV Vorst (8./13:13) in der Halle Nord. Es folgen die Rückspiele gegen Oppum und Lank. Dieses Trio hatte den Weselern einen Saisonstart mit 1:5 Punkten beschert, wobei der einzige zählbare Erfolg aus dem 23:23 zum Auftakt in Vorst resultierte. „Von daher wissen wir sicherlich, was uns erwartet“, sagt Sven Esser.

Das Thema Klassenerhalt dürfte im zweiten Jahr nach der Rückkehr in die Verbandsliga angesichts von mittlerweile elf Punkten Vorsprung auf den TV Jahn Hiesfeld kaum noch zur Motivation taugen. „Das müsste wirklich schon mit dem Teufel zugehen, wenn wir noch Letzter werden sollten“, meint auch Sven Esser. „Trotzdem können wir die Saison deshalb jetzt nicht abhaken, im Gegenteil. Das Rennen um die Aufstiegsplätze zur Oberliga ist richtig spannend und wir sind mittendrin.“

Wie vielen Mannschaften am Ende der Sprung gewährt wird, entscheidet bekanntlich die Situation in den Ligen darüber. „Derzeit sieht es nach vier Aufsteigern und einer Relegation für den jeweils Fünften der beiden Verbandsligen aus“, hat der Weseler Trainer das Gesamtszenario stets im Blick. „Trotzdem gilt für uns weiterhin, dass wir nach oben hin absolut keinen Druck haben und auch keinen aufbauen werden. Nach dem ersten Aufstieg mit mir in die Verbandsliga ist die Mannschaft nach zwei Jahren, nach dem zweiten Aufstieg sofort wieder abgestiegen“, erinnert der Weseler Trainer. „Jetzt sind wir auf einem guten Weg, uns hier zu etablieren. Das war gerade nach dem Umbruch und der Integration von einigen neuen, jungen Spielern keine Selbstverständlichkeit.“

Esser hofft, dass seine Schützlinge ihre breite Brust für den vierten Sieg in Serie nutzen können. Beim Remis im Hinspiel hatten die Weseler gezeigt, dass sie mit dem Oberliga-Absteiger mithalten können. „Vorst zählte nicht nur für mich zu den Aufstiegsanwärtern und hat sich seine Saison selbst sicherlich auch anders vorgestellt“, so Sven Esser. „Sie spielen eine unangenehme, offensive Deckung und verfügen über einen starken Rückraum. Da muss bei uns schon wieder viel passen, um dagegen zu bestehen. Aber ich bin optimistisch, zudem fühlen wir uns in dieser Rolle ganz wohl.“

Personell müssen die Weseler am Sonntag weiterhin die Ausfälle der verletzten Christoph Heffels und Dominik Weber sowie des beruflich verhinderten Tobias Herrmann verkraften.

Der TV Vorst muss sich auf die Suche nach einem neuen Trainer für die kommende Saison begeben. Dirk Heghmanns wird im Sommer nach dann vier Jahren im Amt dieses niederlegen. Der Ur-Vorster hatte die Handballer vor zweieinhalb Jahren in die Oberliga geführt und dort eine Spielzeit gehalten. Die Partie am Sonntag in Wesel ist die erste seit der Bekanntgabe dieser Entscheidung, die Verein und Trainer nach ausgiebigen Gesprächen gemeinsam getroffen hätten. Zudem betont TVV-Abteilungsleiter Thorsten Zimmermann, dass es trotz der aktuell für Vorster Ansprüche doch eher durchwachsenen Saison keinen Bruch zwischen dem Coach und der Mannschaft gegeben habe.

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