NRZ, 8.10.2017

Handball-Oberligist zeigt bei der HG weiter aufsteigende Form, muss sich beim 25:26 aber knapp geschlagen geben. Noch mit 18:16 geführt.
Die Ausgangslage war schwierig. Phillipp Müngersdorf musste wegen einer Ellenbogenverletzung passen und Niklas Weghaus lag mit Fieber flach. Dazu hatte die HSG Wesel mit Daniel und Dominik Weber sowie Fabian Gorris drei grippegeschwächte Akteure im Kader, deren Kraft nur für kürzere Einsätze reichte.Trotz aller Widrigkeiten zeigten die Oberliga-Handballer bei der HG Remscheid eine richtig gute Vorstellung, standen am Ende aber dennoch mit leeren Händen da. Mit 25:26 (12:14) ging die Begegnung knapp verloren.

Sonntag gegen Aufderhöhe

„Es ist natürlich bitter, dass wir nichts geholt haben. Aber der Trend geht eindeutig aufwärts“, befand HSG-Coach Sven Esser, der nun am Sonntag im Heimspiel gegen den TSV Aufderhöhe unbedingt den ersten Sieg landen will, um im Keller nicht frühzeitig den Anschluss zu verlieren: „Das wird ein unfassbar wichtiges Spiel für uns.“

Kein guter Start

In Remscheid erwischten die Weseler keinen guten Start. Bis zum 5:10-Rückstand (19.) hatte der ambitionierte Gastgeber das Heft klar in der Hand, dann steigerte sich die HSG mehr und mehr, fand im Angriff gegen die Remscheider 6:0-Abwehr gute Lösungen und stabilisierte sich auch hinten. Kam doch einmal ein Ball durch, war Torwart Adrian Schnier zur Stelle.

Zur Halbzeit war Wesel wieder auf zwei Tore dran, übernahm dann durch einen 3:0-Lauf zu Beginn von Hälfte zwei gleich die Führung. Es blieb eng, in der 41. Minute brachte Michael Abbing die Gäste erstmals mit zwei Treffern (18:16) in Front, doch die HG nahm eine Auszeit und kam schnell wieder zurück.

Esser hadert mit Entscheidungen

Für Esser spielten dabei auch die Schiedsrichter eine unglücklich Rolle: „Wir mussten wirklich einige komische Pfiffe einstecken.“

Fünf Minuten vor dem Ende hatte sich die HG wieder einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeitet, doch die Weseler steckten nie auf und hatten in doppelter Überzahl 28 Sekunden vor dem Ende durch einen von Mirco Schwarz verwandelten Siebenmeter wieder den Anschluss geschafft.

Noch einmal keimte Hoffnung auf etwas Zählbares auf, doch die Remscheider gaben das Leder auch mit „Vier-gegen-Sechs“ nicht mehr her. „Die haben das dann irgendwie geschafft, aber für meinen Geschmack haben die Schiedsrichter auch hier sehr lange laufen lassen“, erklärte der HSG-Übungsleiter, der trotz der Niederlage nach dem Unentschieden gegen Mettmann vor Wochenfrist eine weitere Steigerung verzeichnete.

Dafür kann sich die HSG natürlich noch nichts kaufen, doch hält der Positivtrend weiter an, lassen die ersten Siege mit Sicherheit nicht mehr lange auf sich warten. Zeit wird es dafür nach vier Spieltagen auch langsam.

HSG:Adrian Schnier; Heffels, Abbing (1), Borowski (1), Hauenstein (2), Pannen, Gorris (5), Pobric (1), Daniel Weber (6), Rühl, Cedric Schnier (3), Dominik Weber (3), Schwarz (3/3).