NRZ: Großer SVS-Kader trifft auf kleine, erfahrene HSG-Truppe

von Ralf Pollmann, NRZ, 20.09.2013

Am Niederrhein. Es ist ein Derby, in dem die Vorzeichen kaum unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite eine erfahrene Landesliga-Truppe mit allerdings nur neun einsatzbereiten Handballerinen.

Demgegenüber steht ein (fast) komplett unerfahrenes Team, das aber 19 Spielerinnen in seinen Reihen hat. Eben dieser gefühlte Neuling SV Schermbeck empfängt am Samstag (19.50 Uhr, Halle Erler Straße) die HSG Wesel zum Derby und Einstieg in die neue Saison.

„So lange wie möglich Gas geben, einen Vorsprung herausspielen und dann einen Gang runterfahren“, nennt HSG-Trainer Karsten Jasinski das „taktische“ Konzept seiner dezimierten Truppe. „Wir müssen uns einfach die Kräfte einteilen“. Dabei sieht er in seinem Team „große spielerische Qualität“, doch die dünne Personaldecke bereitet Sorgen. Zumal von dem knappen Kader mit Sandra Terfurth (Urlaub), Sabrina Schmitz (beruflich verhindert) und Katharina Ogiolda (erkrankt) noch ein Trio fehlt. Außerdem laboriert Helen Betcke weiterhin an ihren Achillessehnenproblemen. „Sie wird sich aber zur moralischen Unterstützung auf die Bank setzen“, erklärt Jasinski. Trotz allem hofft der Coach „auf einen guten Einstieg in die neue Spielzeit“.

Dies wünscht sich natürlich auch Heiko Kreilkamp, der zusammen mit Rene Kemper die neu formierte Landesliga-Mannschaft des SV Schermbeck betreut. Diese besteht weitgehend aus Handballerinnen, die in der letzten Saison noch in der nun nicht mehr existierenden „Zweiten“ um Bezirksliga-Punkte gekämpft hat. „Das Spiel wird ein erster Fingerzeig für uns, wie wir uns in der Landesliga schlagen können“, meint Kreilkamp. Als Vorteil sieht er an, dass „wir eine volle Bank haben. Vielleicht können wir über unser Tempospiel Wesel ein wenig müde machen“, so der Coach. Ihm fehlen die Urlauberinnen Pia Prochnow und Katja Langehegermann.

Wenig erfreut über den Spieltermin Sonntag, 17 Uhr, ist Ralf Sobotta. „Wir haben versucht, die Partie zu verlegen. Aber TV Bruckhausen hat alle Anfragen abgelehnt. Das ist sehr, sehr ärgerlich“, erläutert der Trainer von BW Dingden. Denn den blau-weißen Gästen fehlen mit Verena Tewinkel, Christine Loskamp und Janina Kamps drei Aktive, die bei der Bundestagswahl als Wahlhelferinnen verpflichtet wurden. Mit Kamps ist auch die einzige Torfrau betroffen. Entweder muss Feldspielerin Heike Hartmann zwischen die Pfosten oder „wir können Anne Feldmann noch reaktivieren. Auf jeden Fall wird es für uns eine Reise ins Ungewisse“, so Sobotta

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